Auf Empfehlung der Wissenschaftlichen Kommission beschließt Vorstand 408 Förderprojekte
In Bayern will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2026 auf jeden Fall 58 Denkmale mit 2,1 Millionen Euro fördern, darunter das Olympische Dorf in München. Die Gebäude des Olympischen Dorfes wurden als Unterkünfte für Sportler, Betreuer und Funktionäre der Spiele 1972 geplant und ausgeführt. Beteiligt waren unter anderem Hans Hollein, Victor Vasarely, Eduardo Paolozzi, Michelangelo Pistoletto und Jean Tinguely. Die sogenannte Öki-Station diente als Informations- und Messsystem zu Umwelt- und Zeitdaten (Temperatur, Wind, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Zeit). Die Gestaltung galt als Beitrag zum erweiterten Kunst- und Umweltverständnis der 1970er-Jahre. Sie diente zugleich als Orientierungspunkt, Informationsträger und ästhetisches Objekt. Die Media-Linien sind ein System zur Orientierung und Umweltkoordinierung im Olympischen Dorf. Farblich codierte, vorgefertigte Stahlrohr-Elemente richteten sich nach dem Farbsystem von Otl Aicher. Sie ästhetisierten die technischen Bauelemente und waren gewissermaßen ein Vorgriff auf die High-Tech-Architektur.
Mit Abschluss der Tagung der ehrenamtlich wirkenden Wissenschaftlichen Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) können sich 408 Denkmaleigentümer im ganzen Land auf Fördermittel der DSD für ihr geplantes Bauvorhaben freuen. Fünf Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege und Kunstwissenschaften berieten den DSD-Vorstand bei der Auswahl der Förderprojekte. Auch diesmal wird die Denkmalschutzstiftung wie in den Jahren zuvor noch weitere Denkmale unterstützen. Das hängt freilich ab von der Höhe der bis zum Jahresende eingeworbenen Spenden, den Erträgen der treuhänderischen Stiftungen in der DSD und den Zweckerträgnissen der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Denkmalschutzstiftung ist. Mit dem Versand der positiven Zusagen beginnt offiziell das Förderjahr 2026 der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz leistet ihren wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes und zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutsamkeit der Denkmalpflege nur dank eines großen bürgerschaftlichen Vertrauens sowie der Unterstützung ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Rentenlotterie GlücksSpirale von Lotto. Die Förderung durch die DSD versteht sich immer auch als Anerkennung des oft beispielhaften Einsatzes der Eigentümer, Fördervereine, Kommunen und Kirchengemeinden für ihr Denkmal. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte seit ihrer Gründung 1985 bundesweit rund 800 Millionen Euro für über 7.600 Denkmale zur Verfügung stellen. Mit rund 200.000 Förderern hat sie sich zur wohl größten Privatinitiative für die Denkmalpflege in Deutschland entwickelt.
Weitere Informationen zu den Förderprojekten der DSD finden Sie unter www.denkmalschutz.de/aktuelle-projekte.