Auf Empfehlung der Wissenschaftlichen Kommission beschließt Vorstand 408 Förderprojekte
In Bremen will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2026 auf jeden Fall 9 Denkmale mit 497.000 Euro fördern, darunter Haus Focke in Bremen, das sich im Stadtteil Horn befindet. Das Gebäude in der Elsa-Brändström-Straße wurde 1949 nach der Systembauart des Flugzeugingenieurs Wilhelm Messerschmitt (1898-1978) errichtet. Messerschmitt bot nach dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Firma Neue Technik GmbH ein besonders schnelles und kostengünstiges Bauverfahren an, dessen Hauptkomponente Schaum- oder Porenbeton war, der in kreuzförmig ausgesteiften Stahlblechrahmen zu Platten gegossen und dampfdruckgehärtet wurde. Diese vorfabrizierten Bauteile ließen sich auf Baustellen innerhalb eines Rasters beliebig zusammenfügen. Trotz anfänglicher Erfolge konnte sich die Fertigteilbauweise nicht durchsetzen. In der Forschung wird die Bauart jedoch wegen der Verwendung des neuen Baustoffs Porenbeton als wichtige Etappe in der Entwicklung von Fertig(teil)häusern angesehen.
Mit Abschluss der Tagung der ehrenamtlich wirkenden Wissenschaftlichen Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) können sich 408 Denkmaleigentümer im ganzen Land auf Fördermittel der DSD für ihr geplantes Bauvorhaben freuen. Fünf Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege und Kunstwissenschaften berieten den DSD-Vorstand bei der Auswahl der Förderprojekte. Auch diesmal wird die Denkmalschutzstiftung wie in den Jahren zuvor noch weitere Denkmale unterstützen. Das hängt freilich ab von der Höhe der bis zum Jahresende eingeworbenen Spenden, den Erträgen der treuhänderischen Stiftungen in der DSD und den Zweckerträgnissen der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Denkmalschutzstiftung ist. Mit dem Versand der positiven Zusagen beginnt offiziell das Förderjahr 2026 der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz leistet ihren wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes und zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutsamkeit der Denkmalpflege nur dank eines großen bürgerschaftlichen Vertrauens sowie der Unterstützung ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Rentenlotterie GlücksSpirale von Lotto. Die Förderung durch die DSD versteht sich immer auch als Anerkennung des oft beispielhaften Einsatzes der Eigentümer, Fördervereine, Kommunen und Kirchengemeinden für ihr Denkmal. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte seit ihrer Gründung 1985 bundesweit rund 800 Millionen Euro für über 7.600 Denkmale zur Verfügung stellen. Mit rund 200.000 Förderern hat sie sich zur wohl größten Privatinitiative für die Denkmalpflege in Deutschland entwickelt.
Weitere Informationen zu den Förderprojekten der DSD finden Sie unter www.denkmalschutz.de/aktuelle-projekte.