Auf Empfehlung der Wissenschaftlichen Kommission beschließt Vorstand 408 Förderprojekte
In Hamburg will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2026 auf jeden Fall 7 Denkmale mit 314.000 Euro fördern, darunter die Flussschifferkirche in der Altstadt von Hamburg. Die "Flusi" wurde auf einem 1906 gebauten und außer Dienst gestellten Weserleichter errichtet. Der Umbau des Leichters mit einer Länge von 26 Metern und einer Breite von sieben Metern zur evangelischen Kirche erfolgte 1952, die Weihe der Kirche am zweiten Advent desselben Jahres. Bis 2006 hatte die Flusi ihren Liegeplatz in der Billwerder Bucht am Ausschläger Elbdeich im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort, davor lag die Kirche im Marktkanal bzw. im Müggenburger Zollhafen auf der Veddel. Seither liegt sie im Binnenhafen nahe der Speicherstadt. Sie gilt in Hamburg als einzige schwimmende Kirche ihrer Art in Deutschland. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Altar, eine Kanzel, ein Taufbecken, eine Orgel und ein Glockenturm. Das Symbol der Kirche ist das Ankerkreuz. Neben Gottesdiensten für bis zu 130 Besucher finden auch Trauungen und Taufen statt.
Mit Abschluss der Tagung der ehrenamtlich wirkenden Wissenschaftlichen Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) können sich 408 Denkmaleigentümer im ganzen Land auf Fördermittel der DSD für ihr geplantes Bauvorhaben freuen. Fünf Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege und Kunstwissenschaften berieten den DSD-Vorstand bei der Auswahl der Förderprojekte. Auch diesmal wird die Denkmalschutzstiftung wie in den Jahren zuvor noch weitere Denkmale unterstützen. Das hängt freilich ab von der Höhe der bis zum Jahresende eingeworbenen Spenden, den Erträgen der treuhänderischen Stiftungen in der DSD und den Zweckerträgnissen der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Denkmalschutzstiftung ist. Mit dem Versand der positiven Zusagen beginnt offiziell das Förderjahr 2026 der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz leistet ihren wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes und zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutsamkeit der Denkmalpflege nur dank eines großen bürgerschaftlichen Vertrauens sowie der Unterstützung ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Rentenlotterie GlücksSpirale von Lotto. Die Förderung durch die DSD versteht sich immer auch als Anerkennung des oft beispielhaften Einsatzes der Eigentümer, Fördervereine, Kommunen und Kirchengemeinden für ihr Denkmal. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte seit ihrer Gründung 1985 bundesweit rund 800 Millionen Euro für über 7.600 Denkmale zur Verfügung stellen. Mit rund 200.000 Förderern hat sie sich zur wohl größten Privatinitiative für die Denkmalpflege in Deutschland entwickelt.
Weitere Informationen zu den Förderprojekten der DSD finden Sie unter www.denkmalschutz.de/aktuelle-projekte.