27.03.2026

In Hessen fördert die DSD 2026 mindestens 16 Baudenkmale

Hessen
Benediktinerinnenabtei Sankt Hildegard in Rüdesheim
Benediktinerinnenabtei Sankt Hildegard in Rüdesheim am Rhein

Auf Empfehlung der Wissenschaftlichen Kommission beschließt Vorstand 408 Förderprojekte

In Hessen will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2026 auf jeden Fall 16 Denkmale mit 1,1 Millionen Euro fördern, darunter die Benediktinerinnenabtei St. Hildegard oberhalb von Rüdesheim-Eibingen im Rheingau. Die 1904 mit 12 Benediktinerinnen aus der Abtei St. Gabriel in Prag besetzte Abtei verstand sich als Nachfolgerin der von der heiligen Hildegard selbst begründeten Klöster Rupertsberg und Eibingen. Die Klosteranlage in neoromanischen Formen aus heimischem, unverputztem Sand- und Bruchstein besteht aus einer dreischiffigen Basilika mit Doppelturmfassade, Kreuzgang und dreigeschossigen, um zwei Höfe gruppierten Klosterbauten. Hohe, schiefergedeckte Satteldächer decken die Bauten, die sich in ihrer Formensprache an der rheinischen Spätromanik orientieren. Das nördliche Seitenschiff ist als Teil des Kreuzgangs abgetrennt und zum Hauptschiff geschlossen. 1907 bis 1913 erfolgte die Ausmalung der Kirche mit einem Hauptwerk der Beuroner Kunstschule: "Die Wohnung Gottes unter den Menschen".

Mit Abschluss der Tagung der ehrenamtlich wirkenden Wissenschaftlichen Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) können sich 408 Denkmaleigentümer im ganzen Land auf Fördermittel der DSD für ihr geplantes Bauvorhaben freuen. Fünf Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege und Kunstwissenschaften berieten den DSD-Vorstand bei der Auswahl der Förderprojekte. Auch diesmal wird die Denkmalschutzstiftung wie in den Jahren zuvor noch weitere Denkmale unterstützen. Das hängt freilich ab von der Höhe der bis zum Jahresende eingeworbenen Spenden, den Erträgen der treuhänderischen Stiftungen in der DSD und den Zweckerträgnissen der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Denkmalschutzstiftung ist. Mit dem Versand der positiven Zusagen beginnt offiziell das Förderjahr 2026 der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz leistet ihren wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes und zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutsamkeit der Denkmalpflege nur dank eines großen bürgerschaftlichen Vertrauens sowie der Unterstützung ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Rentenlotterie GlücksSpirale von Lotto. Die Förderung durch die DSD versteht sich immer auch als Anerkennung des oft beispielhaften Einsatzes der Eigentümer, Fördervereine, Kommunen und Kirchengemeinden für ihr Denkmal. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte seit ihrer Gründung 1985 bundesweit rund 800 Millionen Euro für über 7.600 Denkmale zur Verfügung stellen. Mit rund 200.000 Förderern hat sie sich zur wohl größten Privatinitiative für die Denkmalpflege in Deutschland entwickelt.

Weitere Informationen zu den Förderprojekten der DSD finden Sie unter www.denkmalschutz.de/aktuelle-projekte.

Benediktinerinnenabtei Sankt Hildegard in Rüdesheim am Rhein
Benediktinerinnenabtei Sankt Hildegard in Rüdesheim am Rhein
Benediktinerinnenabtei Sankt Hildegard in Rüdesheim am Rhein
Benediktinerinnenabtei Sankt Hildegard in Rüdesheim am Rhein

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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