Auf Empfehlung der Wissenschaftlichen Kommission beschließt Vorstand 408 Förderprojekte
In Mecklenburg-Vorpommern will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2026 auf jeden Fall 44 Denkmale mit 1,5 Millionen Euro fördern, darunter Schloss Johannstorf in Dassow. Johannstorf mit seinen zugehörigen Gütern war der Stammsitz der mecklenburgischen Linie der Familie von Buchwald. Ein Zweig der Familie von Buchwald war in Johannstorf seit dem 13. Jahrhundert dauerhaft ansässig. Das Schloss steht an der Stelle eines spätmittelalterlichen befestigten Hofes. Sein Entwurf stammt von dem schwedisch-deutschen Hofbaumeister und Bauinspektor Rudolph Matthias Dallin. Das von 1740 bis 1743 entstandene repräsentative Schloss Johannstorf ist ein Hauptwerk des Barock in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist in seinem Außenbau unverändert aus seiner Entstehungszeit überkommen und eines der letzten erhaltenen Wasserschlösser Mecklenburgs. Seit 1992 war das Anwesen in Privatbesitz und ist inzwischen wieder im Besitz der Gemeinde.
Mit Abschluss der Tagung der ehrenamtlich wirkenden Wissenschaftlichen Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) können sich 408 Denkmaleigentümer im ganzen Land auf Fördermittel der DSD für ihr geplantes Bauvorhaben freuen. Fünf Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege und Kunstwissenschaften berieten den DSD-Vorstand bei der Auswahl der Förderprojekte. Auch diesmal wird die Denkmalschutzstiftung wie in den Jahren zuvor noch weitere Denkmale unterstützen. Das hängt freilich ab von der Höhe der bis zum Jahresende eingeworbenen Spenden, den Erträgen der treuhänderischen Stiftungen in der DSD und den Zweckerträgnissen der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Denkmalschutzstiftung ist. Mit dem Versand der positiven Zusagen beginnt offiziell das Förderjahr 2026 der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz leistet ihren wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes und zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutsamkeit der Denkmalpflege nur dank eines großen bürgerschaftlichen Vertrauens sowie der Unterstützung ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Rentenlotterie GlücksSpirale von Lotto. Die Förderung durch die DSD versteht sich immer auch als Anerkennung des oft beispielhaften Einsatzes der Eigentümer, Fördervereine, Kommunen und Kirchengemeinden für ihr Denkmal. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte seit ihrer Gründung 1985 bundesweit rund 800 Millionen Euro für über 7.600 Denkmale zur Verfügung stellen. Mit rund 200.000 Förderern hat sie sich zur wohl größten Privatinitiative für die Denkmalpflege in Deutschland entwickelt.
Weitere Informationen zu den Förderprojekten der DSD finden Sie unter www.denkmalschutz.de/aktuelle-projekte.