ZDH und DSD prämieren 2026 professionelle Arbeit in der Denkmalpflege
Kurzfassung: Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) schreiben den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege 2026 in Nordrhein-Westfalen und der Hansestadt Bremen aus. Ausgezeichnet werden zum einen die privaten Denkmaleigentümer, die gemeinsam mit qualifizierten Handwerksbetrieben bei der Erhaltung ihrer Denkmale Vorbildliches geleistet haben. Zum anderen erhalten die ausführenden Betriebe für ihre an den historischen Bauten erbrachten hervorragenden Leistungen einen Bundespreis im jeweiligen Gewerk. Für die Eigentümerpreise kann die Jury pro Bundesland Preisgelder in Höhe von 30.000 Euro vergeben. Durch die Auslobung dieses Preises versprechen sich Handwerk und Denkmalpflege Werbung für die erforderliche hohe Qualität bei Restaurierungsarbeiten an Kulturdenkmalen, gerade auch in Privatbesitz. Die Handwerkskammern erhoffen sich durch diese Aktion mehr Interesse an den handwerklichen Berufen im nachhaltigen und ressourcenschonenden Bauen. Zudem ist er eine Motivation für Handwerker, sich verstärkt in den Fortbildungszentren für Handwerk in der Denkmalpflege zu qualifizieren. Vorschläge und Bewerbungen aus Nordrhein-Westfalen können bis zum 26. April 2026 an den Zentralverband in Berlin gerichtet werden.
Langfassung: Was haben ein Fachwerk-Wohnhaus, ein Torhaus und eine Burg gemeinsam? Alle drei wurden bereits mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet, den der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2026 erneut in Nordrhein-Westfalen ausloben. Ausgezeichnet werden durch diesen Preis private Denkmaleigentümer, die gemeinsam mit qualifizierten Handwerksbetrieben bei der Erhaltung ihrer Denkmale seit 2018 Vorbildliches geleistet haben, ebenso die ausführenden Betriebe für die in den unterschiedlichen Gewerken erbrachten außergewöhnlichen Leistungen an den Denkmalen. Für die Eigentümer stehen Preisgelder in Höhe von insgesamt 30.000 Euro bereit, die Handwerker erhalten entsprechende Urkunden in ihrem Gewerk.
Die Ausschreibung des Preises in NRW erfolgt in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung der beteiligten Fachämter, dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland und der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW als Oberster Denkmalschutzbehörde, der Staatskanzlei, der Architektenkammer NRW sowie dem Handwerkskammertag NRW und den Handwerkskammern Aachen, Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Dortmund, zu Köln, Münster und Südwestfalen. Der Preis wurde in NRW zuletzt 2017 ausgelobt. Die Verleihung des Preises wird am 13. Oktober durch den Ministerpräsidenten erfolgen.
Mit dem Preis wollen Handwerk und Denkmalpflege für die erforderliche hohe Qualität bei den Restaurierungsarbeiten an Denkmalen gerade im Privatbesitz werben. Den Eigentümern von Denkmalen soll durch gute Vorbilder Mut gemacht werden, bei der Erhaltung ihrer historischen Bauten die Leistungsfähigkeit qualifizierter Handwerksbetriebe für ein nachhaltiges Ergebnis zu nutzen. Andererseits soll der Preis die Handwerker auf das Arbeitsfeld Denkmalpflege aufmerksam machen, für das in den Fortbildungszentren des Handwerks Fortbildungen und Zusatzqualifikationen angeboten werden. Die DSD vergibt zu diesen Fortbildungen auch Stipendien. Denkmalpflege praktiziert einen grundsätzlich nachhaltigen und ressourcensparenden Umgang mit Bauten, der gerade auch für junge Menschen zunehmend ein attraktives Arbeitsfeld ist.
Die „Allgemeinen Vergaberichtlinien“ und das Antragsformular können heruntergeladen werden unter www.denkmalschutz.de/bundespreis auf der Homepage der DSD in der Rubrik „Denkmale erleben“. Vorschläge und Bewerbungen aus Nordrhein-Westfalen werden von Handwerksbetrieben, Architekten, Denkmalpflegern sowie den privaten Bauherren bis zum 26. April 2026 an den Zentralverband des Deutschen Handwerks, Mohrenstraße 20/21, 10117 Berlin, bundespreis@zdh.de, erbeten.
Ansprechpartner:
Dr. Nicoline Bauers, Zentralverband des Deutschen Handwerks, Anton-Wilhelm-Amo-Straße 20/21, 10117 Berlin, Tel.: 030-20 619-336, Fax: 030-20 619 59-336, E-Mail: bauers@zdh.de.