Sichtfachwerk mit teils verputztem,teils unverputztem rotem Backstein strukturiert
Für die Instandsetzung der Außenwände des Pfarrhofs in Liepe stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher zweckgebundener Spenden 20.000 Euro zur Verfügung.
Der um 1900 entstandene, freistehende Fachwerkbau im Pfarrgarten gehört somit zu den über 650 Objekten, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte.
Der Pfarrhof in Liepe ist ein größtenteils noch vollständig erhaltenes beispielhaftes Pfarrhofensemble mit Hauptgebäude, Nebengelass und Pfarrgarten. Gebaut wurde mit regionalen Materialien und Gestaltungsbesonderheiten, die an den Türblättern, Kastenfenstern, der Innenbemalung und den Fußbodenfliesen als kaum überformt erkennbar sind. So ist die Anlage orts-, bau- und kunstgeschichtlich ein Beispiel für einen Profanbau der norddeutschen Kulturlandschaft mit ortsbildprägendem Zeugniswert.
Zum Objekt:
Bei der Pfarrscheune in Liepe handelt es sich um einen länglichen, eingeschossigen Bau mit Spitzdach. Die Wände sind durch das Sichtfachwerk strukturiert – mit teils verputztem, teils unverputztem rotem Backstein.Auf der Westseite des Gebäudes gibt es zum Garten hin viele Fenster, die auf der Ostseite, wo sich auch die St. Johanneskirche befindet, fehlen. Das ursprünglich dicke Reetdach weist viele – mit Wellblechen ausgebesserte – Löcher auf.