Zwei treuhänderische Stiftungen halfen unbürokratisch und schnell
Für die Dachtragwerkinstandsetzung der Mittel- und Seitenschiffe der evangelischen St. Andreas-Kirche in Ostönnen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zweier ihrer Treuhandstiftungen – der Herimanus Strabo-Stiftung und der Emil und Hanna Flatz-Stiftung – sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 125.000 Euro zur Verfügung. Das Gotteshaus gehört nunmehr zu den über 880 Objekten, die die private Denkmalschutzstiftung, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.
Zum Objekt:
Die Dorfkirche St. Andreas in Ostönnen wurde um 1163 in ortstypischem Grünsandstein erbaut und zeigt sich als verputzte Gewölbebasilika mit Chorquadrat und leicht eingezogener, halbrunder Apsis. Der mächtige, quadratische, fünfgeschossige Westturm stammt im unteren Bereich noch von einem wohl einschiffigen Vorgängerbau aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts und wird in den Obergeschossen von dreiteiligen, teils als Blenden ausgeführten Arkaden gegliedert. Das Langhaus und der Chor werden durch Rundbogenfenster belichtet.
Das Langhaus erhebt sich über fast quadratischem Grundriss und wird von einem Kreuzgratgewölbe auf schlanken Eckdiensten überspannt. Pfeiler und gekuppelte Säulen mit Würfelkapitellen trennen das Langhaus von den Seitenschiffen. Ein Triumphbogen leitet in die Chorapsis über. Die Turmhalle im Westen ist niedriger. Das unverputzte Südportal wurde um 1961 in Teilen erneuert. Ein Sakristeianbau in der Verlängerung des südlichen Schiffs stammt aus dem 19. Jahrhundert.