Über 200 Jahre alte Konstruktion mit Technik aus mehreren Bauphasen
Bei der Windmühle in Coesfeld-Lette wird am Donnerstag, den 5. März 2026 ab 8.00 Uhr die 25 Tonnen schwere Mühlenkappe als spektakulärste Maßnahme im Verlauf des ersten Bauabschnitts abgenommen. Bereits am Montag wurden im Rahmen der Vorarbeiten die Flügel und der Steert weggenommen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Instandsetzung der Mühle dank der Erträge aus Stifterdarlehen mit 65.000 Euro. Die Windmühle gehört zu den 900 Förderprojekten, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen unterstützen konnte.
Unmittelbar am nordwestlichen Ortsrand von Lette im Kreis Coesfeld liegt die Letter Windmühle. Die Mühle wurde im Jahr 1813 errichtet und bereits 1983 als Denkmal eingetragen. Seit 2023 ist Paul Josef Königsmann neben Hans Michael Rütter Miteigentümer der ortsbildprägenden Mühle; gemeinsam haben sie sich zum Ziel gesetzt, diese wieder in Betrieb zu nehmen.
Zum Objekt:
Es handelt sich bei der Kappenwindmühle um eine viergeschossige, hölzerne Konstruktion, mehrheitlich aus dem Jahr 1813. Sie verfügt über eine Galerie. Kappe und Mühlenschaft sind verschindelt. Die Steertanlage sowie das Flügelkreuz sind noch erhalten. Die bauzeitliche Holzständerkonstruktion des Mühlenturms besteht aus acht mächtigen Eckständerreihen aus Eichenholz, die untereinander kreuzweise durch Balken und rundherum durch Riegel miteinander verbunden sind. Die Mühlentechnik im Inneren stammt größtenteils aus den 1930er Jahren.