Zur Ausstattung gehören ein barocker Kanzelaltar und ein massiv gemauerter Altartisch
Für die Restaurierung und den Neuanstrich des Kanzelaltars und des Altartischs der Kirche in Rosenwinkel bei Heiligengrabe stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden 17.500 Euro zur Verfügung. Die Dorfkirche ist Bestandteil des alten Dorfkernes von Rosenwinkel. Sie wird vom Förderverein Rosenwinkel e.V. für kulturelle Veranstaltungen genutzt, darüber hinaus von der Kirchengemeinde für kirchliche Feste und Amtshandlungen.
Die Kirche in Rosenwinkel ist ein rechteckiger Fachwerkbau. Der Saalbau wurde vermutlich im 17. Jahrhundert an der Stelle eines im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigten Vorgängerbaus errichtet. Die Kirche besaß einst einen Turm, der jedoch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Der Westgiebel wurde nach Abriss des Turms verputzt.
Zur bemerkenswerten Ausstattung gehören ein barocker Kanzelaltar mit geschnitzten Rocaillewangen aus der Zeit um 1760, ein massiv gemauerter Altartisch sowie eine hölzerne klassizistische Taufe in Form einer Säule mit Messingtaufschale aus der Zeit um 1800. In den hochsitzenden rundbogigen Fenstern finden sich zehn Kabinettscheiben, die ältesten von etwa 1657.
Der reich dekorierte Kanzelaltar wurde 1715 von dem Kirchenpatron Hans Friedrich von Klitzing und seiner Ehefrau als Ersatz für den bestehenden Altar gestiftet. Der Kanzelaltar steht an zentraler Stelle und wurde im Laufe der Zeit mit zahlreichen Wappen der Adelsfamilien, die mit der Kirche und dem Dorf verbunden waren, versehen. Er besteht aus Kiefern- und Eichenholz und wurde in der Originalfassung vermutlich mit eingefärbten Lasuren gefasst. Der heutige Zustand ist sanierungsbedürftig, der Altar weist einen starken Anobienbefall auf. An einigen Stellen, vor allem im ornamentalen Bereich, sind bereits Fehlstellen zu sehen.
Die Kirche in Rosenwinkel gehört zu den über 760 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Brandenburg fördern konnte.