Kompositaltar aus Renaissance und Barock
Für konservatorisch-restauratorische Sicherungsmaßnahmen am Altar der Dorfkirche in Blumenow bei Fürstenberg stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden 25.000 Euro zur Verfügung. Das Kirchengebäude gehört nunmehr zu den über 750 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte. Der Altar wurde zuletzt bereits notkonserviert. Die grundlegende Architektur stammt aus der Renaissance, im 18. Jahrhundert wurde der Altar barockisiert.
Die Kirche selbst ist ein frühgotischer Feldsteinbau, vermutlich aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, mit bauzeitlicher Sakristei und einem nicht ausgebauten Westquerturm. Der Turmaufsatz von 1716 wurde 1912 mit Welscher Haube und Laterne erneuert. Das Kirchenschiff erhielt 1912 eine Voutendecke mit Rahmenteilung. An der Nordwand befindet sich ein Stuckfeld von 1717 mit den Wappen der Familien von Oertzen und von Treskow. Die hölzerne Westempore aus dem 17. Jahrhundert zeigt emblematische Malereien. Der zweigeschossige Südanbau mit Patronatsloge aus dem 18. Jahrhundert öffnet sich durch drei verglaste Korbbögen zum Schiff. Weitere Ausstattungselemente wie Kanzel, Pastorenstuhl und Orgelpodest stammen aus dem 17. und frühen 18. Jahrhundert.
Zum Objekt:
Der Altar der Kirche ist ein sogenannter Kompositaltar, besteht aus Elementen verschiedener Epochen. Die Architektur stammt aus der Renaissance, enthält aber gotische Altarfiguren von etwa 1500. Im 18. Jahrhundert wurde der Altar barockisiert – alle erhaltenen Teile wurden neu gefasst und mit reichem Schnitzwerk ergänzt, darunter die bekrönende Strahlengloriole.