Der spätgotische Backsteinbau wurde im 14. Jahrhundert als Stadtkirche errichtet
Bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 4. Juni 2026 um 14.00 Uhr überbringt Joachim von Marschall, Ortskurator Rügen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 10.000 Euro aus dem Stiftungsfonds Dorfkirchen der DSD für die Mauerwerkssanierung der Strebepfeiler, der Rollschicht des Chor- und Nordgiebels und der Fialtürme der St.-Petri-Kirche in Garz an Pastor Dietmar Mahnke.
Die Kirche im Garzer Ortsteil Wendorf ist ein spätgotischer Backsteinbau, dessen Anfänge bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts zurückreichen. Erstmals wurde sie 1396 urkundlich erwähnt, der Bau begann jedoch bereits um 1350. Ursprünglich als Stadtkirche errichtet, wurde das Gebäude im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und verändert. So entstanden um 1450 zusätzliche Langhausjoche sowie der Westturm, während der Chor nach Osten hin verlängert wurde. Nach der Zerstörung des ursprünglichen Turmaufsatzes im 17. Jahrhundert erhielt der Turm den heutigen, schlichten barocken Helm.
Im Inneren prägen Kreuzrippengewölbe den Raumeindruck. Umfangreiche Instandsetzungen im frühen 20. Jahrhundert erneuerten Dachstuhl und Innenraum grundlegend. Zur Ausstattung gehören bedeutende Stücke aus verschiedenen Epochen, darunter ein romanischer Taufstein sowie ein barocker Altaraufsatz von 1724 aus der Werkstatt des Stralsunder Bildhauers Elias Keßler. Auch die reich verzierte barocke Kanzel mit Figurenprogramm sowie ein schwebender Taufengel unterstreichen den kunsthistorischen Wert der Kirche.
Das Gotteshaus gehört seit 1992 zu den über 660 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Mecklenburg-Vorpommern gefördert hat.
Für Pressevertreter:
Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.