11.08.2025

Maurer- und Zimmererarbeiten am Giebel der Hofanlage in Wewelsfleth

Schleswig-Holstein

Ensemble bestehend aus Husmannshus, Scheune und Warft mit Graben

Für die Maurer- und Zimmererarbeiten am Fachwerkgiebel der Hofanlage Uhrendorf 18 in Wewelsfleth stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 40.000 Euro zur Verfügung. Den dazugehörigen symbolischen Fördervertrag übergibt Dr. Stephan Ittner, Ortskurator Glückstadt der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 14. August 2025 um 11.00 Uhr im Beisein von Florian Blömer von NordwestLotto an die Denkmaleigentümer Lilian und Uwe Sickelka. Die Hofanlage gehört nunmehr zu den über 270 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Schleswig-Holstein fördern konnte.

Die Hofanlage Uhrendorf 18 ist ein Ensemble bestehend aus Husmannshus, Scheune und Warft mit Graben. Das Haupthaus ist ein regionaltypisches "Husmannshus", das typische Fachhallenhaus der Wilstermarsch, und besitzt durch seinen hohen Alterswert und die hervorragend überlieferten bauhistorischen Ausführungsdetails eine hohe Bedeutung für die Hausforschung. Der typische, durch die Warft geschützte Einzelhof dokumentiert das Siedlungsgeschehen im Rahmen der dortigen Landgewinnung.

Zum Objekt:

Die Hofanlage Uhrendorf 18 liegt in der Nähe des Flusses Stör, östlich der Elbe und ist Teil der Gemeinde Wewelsfleth. Das ursprüngliche Bauernhaus stammt von 1697. Es wurde als Haupthaus des ehemaligen Hofs Petersen ursprünglich als Durchgangsdielenhaus errichtet. Weitere Umbauten folgten laut Inschrift 1778/1779.

Bei der Anlage handelt es sich um ein reetgedecktes Kreuzhallenhaus mit verbretterten Dreistufengiebeln und zwei seitlichen Ausbauten. Die Außenwände bestehen nach drei Seiten aus roten Backsteinen. Der Wohnteil nach Südwesten besitzt zwei unterschiedlich lange Ausbauten, wodurch sich das Kreuzdach ergibt. An allen vier Gebäudeseiten sind profilierte Balkenköpfe und Füllbretter sichtbar. Der Ausbaugiebel nach Südosten ist als einziger zweistufig ausgeführt. An der Hoffassade nach Nordosten ist einfaches, schachbrettartiges Fachwerk in Dielenbreite erhalten. 

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Hofanlage in Wewelsfleth
Hofanlage in Wewelsfleth

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