Förderung durch den Dorfkirchenfonds der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 28. Juli 2026 um 14.00 Uhr überbringt Professor Christian Antz, Ortskurator Magdeburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 25.000 Euro für Maurerarbeiten an der St. Peter und Paul-Kirche in Niederndodeleben an den Superintendent Uwe Rauch. Die Förderung wurde möglich dank des Dorfkirchenfonds der DSD.
Die evangelische Kirche St. Petrus und Paulus geht in ihrem Kern auf einen romanischen Bau aus dem 12. Jahrhundert zurück. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Gebäude erhöht und nach Osten erweitert. So entstand die heutige schlichte Saalkirche, deren äußeres Erscheinungsbild von verputzten Mauern geprägt ist. Besonders markant ist der mächtige Westturm aus Bruchstein, der noch aus der romanischen Bauzeit stammt. Auch Teile der ursprünglichen Außenmauern sind bis heute erhalten. Der Chor schließt dreiseitig und zeigt spitzbogige Fensterformen.
Im Inneren verbindet die Kirche verschiedene Bau- und Kunstphasen. Die Ausstattung stammt überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Dazu gehört ein aufwendig gestalteter Altar aus dem Jahr 1675 mit einer eindrucksvollen Kreuzigungsszene. Ebenfalls erhalten sind eine reich verzierte barocke Kanzel, eine Sandsteintaufe von 1684 sowie eine historische Orgel, die zwischen 1739 und 1752 entstand.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Emporen: Die Nordempore ist reich bemalt und zeigt unter anderem Wappen, biblische Szenen sowie Darstellungen von Ostern und Himmelfahrt aus den Jahren 1618 und 1619. Auch außerhalb der Kirche finden sich bedeutende Zeugnisse der Geschichte. Auf dem Kirchhof steht ein Mausoleum aus dem 19. Jahrhundert im Stil der italienischen Renaissance.
Das Gotteshaus gehört zu den über 680 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Sachsen-Anhalt gefördert hat.
FÜR PRESSEVERTRETER:
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