Teehaus, Wirtschaftsgebäude und Gruftkapelle von der Mittelburg Steinach sollen wieder zugänglich werden
Um das Teehaus, ein Wirtschaftsgebäude und die Gruftkapelle der Mittelburg in Neckarsteinach restaurieren zu können, erhält Freiherr Johann-Jakob von Warsberg Unterstützung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Am Freitag, 10. April, um 11 Uhr wird Baron Warsberg von Bernd Müller vom Ortskuratorium Heidelberg der DSD den Fördervertrag über 130.000 Euro symbolisch entgegennehmen, im Beisein von Andreas Bickler von Lotto Hessen.
Möglich ist die Förderung der vorgesehen Arbeiten dank der zahlreichen privaten Spender und Spenderinnen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützen, mithilfe der Lotterie Glücksspirale.
Zum Objekt:
Die Mittelburg und die Vorderburg sind zwei der insgesamt vier Burgen, die das Bild der Vier-Burgen-Stadt Neckarsteinach prägen. Die Vorderburg ist nach jüngster Forschung vermutlich die älteste der vier Burganlagen in Neckarstein-ach und stammt aus dem zwölften Jahrhundert. Sie war bis 1653 im Lehensbesitz der Herren von Steinach.Die Vorderburg bildet den historischen Ausgangspunkt der über der Altstadt gelegenen Burgengruppe und ist mit der Neckarsteinacher Stadtmauer verbunden. Die Mittelburg ist vermutlich die zweitälteste der vier Burgen Neckarsteinachs, wurde um 1200 erbaut und ist in Privatbesitz. Die Vorderburg und die Mittelburg mit ihren Nebengebäuden sind im Besitz des Freiherren von Warsberg.
Das Wirtschafsgebäude soll im Rahmen der Sanierung unter anderem neu ein-gedeckt werden. Die Gruftkapelle, die 1863 erbaut und bis 1938 für Bestattungen der Familienmitglieder genutzt wurde, verbindet auf dem Burgenweg gele-gen, die Mittelburg mit einer weiteren Burg der Stadt, der Hinterburg. Die Gruftkapelle soll im Rahmen der Instandsetzung einen neuen Dachstuhl und ein neues Dach erhalten, der Innenraum (Malereien, Altar, Sitzbänke) soll restauriert werden.
Das Teehaus, ehemals Badehaus, bildet den Abschluss des Südflügels der Mittelburg. Es soll nach der Restaurierung künftig auch für Events genutzt werden können. Auch das Wirtschaftsgebäude soll später möglicherweise auch für Veranstaltungen und Besucher zugänglich sein.
Die Gruftkapelle soll im Rahmen von Veranstaltungen für Besucher zugänglich werden, künftig auch für Hochzeiten genutzt werden können und als weitere Sehenswürdigkeit auf dem Burgenweg dienen. Schon jetzt finden auf der Burganlage kulturelle Veranstaltungen, Feierlichkeiten und Hochzeiten statt.
Die Mittelburg ist eines der über 300 Denkmale in Hessen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz mithilfe der Lotterie Glücksspirale und zahlreicher privater Spender und Spenderinnen bisher unterstützen konnte.
