Das Ortskuratorium Berlin lädt zum Benefizkonzert ein
Das Ortskuratorium Berlin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Donnerstag, den 7. Mai 2026 um 19.00 Uhr zum Benefizkonzert „‘… und die Katastrophe kam‘ – eine musikalische Lesung zum Kriegsende 1945 nach Texten von Erich Kästner“ in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein. Das Publikum erwartet ein Wechselspiel von Kästner-Texten und vertonten Zitaten mit den beiden Künstlern Johannes Göbel (Rezitation) und Martin Mock (Vertonung, Gitarre und Gesang). Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Restaurierung der blauen Glasfenster der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wird herzlich gebeten.
Das Benefizkonzert findet statt zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) am 8. Mai 1945. Kriegsgefahr droht immer, weil der Mensch so ist, wie er ist. Diese Befürchtung hat Erich Kästner (1899-1974) zeitlebens in Worte gefasst. Der Schriftsteller war einer der wenigen intellektuellen Gegner des Nationalsozialismus in Deutschland. Mit Rezitation und Gesang setzen Johannes Göbel und Martin Mock einen inneren Dialog Kästners in Gang, indem sie seine literarischen Tagebuchnotizen „Notabene 45“ aus der Endphase des Zweiten Weltkrieges Gedichten des Autors aus den Jahren 1929 bis 1947 gegenüberstellen, die von Martin Mock vertont wurden. Appelle und Mahnungen treffen auf sich wiederholende Realität. Das Künstler-Duo lässt allein „Kästner für sich sprechen“.
Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist nicht nur Wahrzeichen Berlins, die Turmruine ist ein Mahnmal gegen jeden Krieg. Das Blau seiner Fenster steht für Frieden und die Farbspuren für die Freude. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat die Restaurierung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche bereits mehrfach unterstützt.