09.05.2025

Neue Lebendigkeit für alte Gemäuer

Jugendarbeit Rheinland-Pfalz
Freiwillige beim Fluthilfecamp 2024
Beim diesjährigen Fluthilfecamp wird an Fachwerkhäusern in Insul im Ahrtal gearbeitet

Zwei Fachwerkhäuser in Insul sind Einsatzstelle des Fluthilfecamps

Auf den ersten Blick ist im beschaulichen Insul im oberen Ahrtal nicht mehr viel zu sehen von der Flut, die im Jahr 2021 große Teile des kleinen Ortes verwüstete. Schaut man aber genauer hin, fallen an vielen Stellen noch immer beschädigte und teils leerstehende Häuser auf. Zwei dieser Fachwerkhäuser gehören Lena und Bernhard Heck. In der Mitte des Ortes, idyllisch in Nachbarschaft von einigen alten Hofanlagen gelegen, warten die beiden historischen Gebäude geduldig auf die bald kommenden jungen Helfer des Fluthilfecamps der Jugendbauhütten. Schon im vergangenen Jahr war einer der Bauten Teil des Fluthilfecamps 2024 gewesen. Nun beginnt auch die Arbeit an dem zweiten Fachwerkhaus.

„Die zwei Wochen im letzten Jahr waren beflügelnd. Die jungen Leute haben eine richtige Aufbruchstimmung verbreitet und rangeklotzt. Ob Lehmarbeiten innen oder außen, Holzbau an den beschädigten Balken oder das Wiederausmauern zerstörter Gefache – an jedem Ende vom Haus wurde gewerkelt“, sagt Lena Heck, die sich sehr auf das diesjährige Fluthilfecamp freut.

Nach der Flut entschieden sich Lena und Bernhard Heck, in direkter Nachbarschaft ein weiteres Fachwerkhaus zu kaufen, dessen historische Substanz jetzt gerettet werden soll, um es wieder bewohnbar zu machen. Von allgemeinen Rückbauarbeiten über den Austausch der maroden Schwellbalken bis zum Ausmauern der Gefache mit Lehmsteinen… An dem kleinen Häuschen gibt es jede Menge Arbeit für die ehrenamtlichen Helfer der Jugendbauhütten. „Ich freue mich schon sehr auf die motivierten und zupackenden jungen Leute, die den Vorurteilen über die „Generation Z“ so gänzlich widersprechen“, sagt Bernhard Heck.

Von Samstag, den 5. Juli 2025 bis zum Sonntag, den 20. Juli 2025 reisen erneut über 300 aktive und ehemalige Teilnehmer des DSD-Projektes Jugendbauhütten, dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in der Denkmalpflege, aus dem ganzen Bundesgebiet an die Ahr, um ihre Freizeit zum Aufbau der von der Jahrhundertflut 2021 schwer beschädigten historischen Bauten der Ahrregion einzusetzen.Die historischen Fachwerkhäuser der Familie Heck in Insul sind Teil der rund 20 Projekte, an denen die Teilnehmer des Fluthilfecamps der Jugendbauhütten unter dem Motto „Denkmalretter im Einsatz – „We AHR back“ beim Wiederaufbau helfen werden.

Weitere Informationen und Vermittlungen für Pressevertreter: Thomas.Mertz@denkmalschutz.de oder 0228-9091-404. 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

Downloads

Pressemitteilung und Bilder zur freien Verwendung bei Namensnennung: Alle Medien herunterladen (ZIP)

Ansprechpartner

Dr. Ursula Schirmer

Leitung Stabsstelle Presse

Pressesprecherin

Tel. 0228 9091-402

ursula.schirmer@denkmalschutz.de

Thomas Mertz

Leitung

Pressestelle

Tel. 0228 9091-404

thomas.mertz@denkmalschutz.de

Fabian Christmann

Referent

Pressestelle

Tel. 0228 9091-407

fabian.christmann@denkmalschutz.de

Lydia Schauff

Referentin

Pressestelle

Tel. 0228 9091-408

lydia.schauff@denkmalschutz.de

Freianzeigen

Weitere Pressemitteilungen