Elisabeth Hemfort ist das neue Gesicht der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vor Ort
Dr. Elisabeth Hemfort wird neue Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Münster. Sie übernimmt die Aufgaben einer DSD-Vertreterin vor Ort ehrenamtlich und folgt damit auf Sigrid Karlizcek, die das Ortskuratorium seit 2010 verdienstvoll geleitet hat. Bundesweit engagieren sich über 85 Ortskuratorinnen und Ortskuratoren für die DSD. Sie übernehmen Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und verleihen der privaten, spendenfinanzierten Denkmalschutzstiftung als deren Repräsentantinnen und Repräsentanten ihr „Gesicht“.
Elisabeth Hemfort ist bereits seit vielen Jahren im Ortskuratorium Münster tätig und kennt aus eigener Erfahrung die Akteure und Besonderheiten der Stadt und Region. Als Kunsthistorikerin schaut sie mit Begeisterung auf historische Bausubstanz, mit einem ausgeprägten Interesse an ihrer gesellschaftlichen und geschichtlichen Bedeutung. „Bau- und Bodendenkmale machen Geschichte unmittelbar begreifbar“, sagt Elisabeth Hemfort. Ihr langjähriges Engagement als Vorsitzende der Initiative Prozessionsweg St. Mauritz hat sie darin bestärkt, dass es wichtig ist, die historische Bedeutung von Geschichtszeugnissen zu vermitteln.
Hemfort hat den Universitäten Düsseldorf, Bochum und Münster studiert und war beruflich sowohl in der Wissenschaftsförderung als auch in der Kunstvermittlung tätig. Derzeit ist sie im Archivwesen tätig.
Als verantwortliche Ortskuratorin möchte Elisabeth Hemfort wie bisher Menschen zusammenbringen, die in Baudenkmälern einen wichtigen Bestandteil unserer städtischen Lebensqualität sehen. Mit dem Ortskuratorium möchte sie eine Unterstützung für die Denkmalpflege sein, in dem Bemühen, dass dieses Erbe auch für kommende Generationen bewahrt wird. Nicht zuletzt fördert der Denkmalschutz auch den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Gesellschaft. Mit Blick auf die gegenwärtige Welt ist die neue Ortskuratorin davon überzeugt, dass mit dem architektonischen Erbe die Geschichte unserer Heimat auch in unsere Gegenwart positiv wirken kann. „Baudenkmäler schaffen Bewusstsein für Herkunft und Veränderung, bieten Identifikation und geben Orientierung. Das ist letztlich ein wichtiger Schlüssel für ein tolerantes Miteinander“, so Elisabeth Hemfort.
Die Tätigkeit einer Ortskuratorin ist auf drei Jahre begrenzt, eine Verlängerung ist – auch mehrfach – möglich. Um die vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können, kann sich die Ortskuratorin ein eigenes Ortskuratorium mit einer begrenzten Zahl von Mitgliedern bilden. Dabei wird ein breites Spektrum an fachlicher Kompetenz angestrebt. Bei ihrer Tätigkeit halten die Ortskuratoren engen Kontakt zum Bereich „Ortskuratorien" der DSD-Geschäftsstelle in Bonn.
Weitere Informationen: www.denkmalschutz.de/spenden-helfen/selbst-aktiv-werden/als-ehrenamtler.html