denkmal aktiv‑Projekt der Schülerinnen und Schüler des Katharineum zu Lübeck
Schülerinnen und Schüler des Katharineums zu Lübeck machen die Spuren der Franzosenzeit (1806–1813) im heutigen Stadtbild erlebbar: Im Rahmen ihres Projekts „Französische Spuren in Lübeck“ im Schulprogramm „denkmal aktiv“ laden sie am Montag, 29. Juni 2026, zur öffentlichen Ergebnispräsentation in Form eines Stadtrundgangs ein. Beginn ist um 9.45 Uhr am Fahrradhof neben der Katharinenkirche. Der Rundgang endet gegen 12.30 Uhr an der Wiese vor dem Burgtor, einem der zentralen Schauplätze der Kämpfe um Lübeck. Der Stadtrundgang ist Teil des Projekts, mit dem das Katharineum in diesem Schuljahr an „denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule“, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) teilnimmt. Seit 2002 wirbt die DSD mit dem Programm für das Baudenkmal als anschaulichen Lernort. „denkmal aktiv“ unterstützt Lehrkräfte, die Lernpotenziale des kulturellen Erbes für den Unterricht zu nutzen, und mit jungen Menschen (Schülerinnen und Schülern) historische Bauten, Ensembles und Anlagen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld kennenzulernen.
Das Projekt entstand unter der Leitung von Bastian Naumann mit Unterstützung des Ministeriums für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein sowie in Zusammenarbeit mit der Oberen Denkmalschutzbehörde. Die Schülerinnen und Schüler erforschten Denkmale und historische Strukturen der Stadt Lübeck aus der Zeit der französischen Besatzung von 1806 bis 1813. Auf dieser Grundlage erarbeiteten sie digitale, zweisprachige Steckbriefe, die insbesondere junge Menschen ansprechen und die Bedeutung des kulturellen Erbes vermitteln. Die Ergebnisse fließen in das Lübecker Digitale Kulturwerk ein.
Im Verlauf des Projekts setzten sich die Jugendlichen intensiv mit der Stadtgeschichte auseinander. Sie untersuchten unter anderem Straßennamen, historische Quellen und Gerichtsakten, führten Interviews mit Fachleuten und dokumentierten Denkmale vor Ort. Exkursionen führten sie unter anderem zu Bodendenkmalen sowie in das Museum St.-Annen-Kloster. Dabei diskutierten sie auch aktuelle Fragen des Denkmalschutzes im Kontext der Stadtentwicklung.
„Denkmale werden genau dann richtig interessant, wenn man sie selbst erlebt und erforscht“, sagt Projektleiter Bastian Naumann. „denkmal aktiv eröffnet Schülerinnen und Schülern genau diesen Zugang: historische Orte als Quellen zu nutzen, eigene Fragen zu entwickeln und Geschichte aus dem Stadtbild heraus zu erschließen.“
Der öffentliche Stadtrundgang verbindet ausgewählte Stationen, an denen die Schülerinnen und Schüler ihre Forschungsergebnisse vorstellen. Die Präsentation ist teilweise mehrsprachig und umfasst neben deutschen Beiträgen auch Elemente in französischer Sprache und weiteren Muttersprachen der beteiligten Schülerinnen und Schüler. Eingeladen sind alle Interessierten, insbesondere Eltern, schulische Vertreterinnen und Vertreter, Medien sowie Akteurinnen und Akteure aus Politik, Verwaltung und Kultur, darunter auch internationale Partner.
Mehr Informationen zu denkmal aktiv unter: https://denkmal-aktiv.de
denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule, das Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, bringt Schülerinnen und Schüler in direkten Kontakt mit historischen Gebäuden und ihren Geschichten. Seit 2002 fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit dem Programm bundesweit Projekte an Schulen, in denen Schülerinnen und Schüler Denkmale als authentische bauliche Zeugnisse ihrer Zeit kennenlernen und gibt Materialien heraus, die die Lernpotenziale von Denkmalen für den Unterricht erschließen. Das Programm setzt sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen den Wert und die Bedeutung des baukulturellen Erbes näher zu bringen und den Denkmalschutz als gesellschaftliche Aufgabe zu vermitteln.