09.03.2026

Orgelrestaurierung in der St. Marienkirche in Nübel

Schleswig-Holstein
St. Marienkirche in Nübel
St. Marienkirche in Nübel

Das gesamte Pfeifenwerk mit Ausnahme der Prospektorgeln sind noch original erhalten

Für die Restaurierung der Orgel in der St. Marienkirche in Nübel stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 20.000 Euro zur Verfügung. Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 12. März 2026 um 11.00 Uhr Eiko Wenzel, Ortskurator Flensburg der DSD, an Pastor Hanno Jöhnk. Das Gotteshaus gehört seit 2021 zu den über 280 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgnissen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Schleswig-Holstein fördern konnte.

Zum Objekt:

Die Ende des 12. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnte Kirche St. Marien in der Ortschaft Nübel wird von einem Friedhof umgeben und von einer Feldsteinmauer eingefasst. Der Kirchenbau erfolgte teils in Backstein, teils in Feldstein. Romanische Rundbogenfenster an der Nord- und Ostwand des Chores sowie an der Nordseite des Schiffes beleuchten das Kirchenschiff. Im 15. Jahrhundert entstanden große Segmentbogenfenster, eingefasst von Backsteinlaibungen. Aus der gleichen Zeit stammen Portal und Vorhaus.

Das Innere prägt das Kreuzrippengewölbe, das vermutlich zu den statischen Schäden am Mauerwerk führte. Zwei kräftige Stützpfeiler aus Granit wurden wohl 1734 angebaut. Die Jahreszahl ist auf einem Zieranker dargestellt. Auf der 1787 eingebauten Westempore steht die 1873 von der Werkstatt Marcussen in Apenrade errichtete Orgel. Das Instrument in Nübel besteht aus einem Orgelwerk für das Manual mit einem angehängten Pedal auf einer Schleifwindlade. Das gesamte Pfeifenwerk mit Ausnahme der Prospektorgeln sind noch original erhalten.

Zur Ausstattung gehören des Weiteren die spätbarocke Kanzel von 1786, ein Kruzifix, ein Kron- und ein Altarleuchter sind handwerkliche Arbeiten des 19. Jahrhunderts. Lesepult und der Ständer der Taufschale sind Schmiedearbeiten des 20. Jahrhunderts.

FÜR PRESSEVERTRETER:
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