Doris Mührenberg ist das neue Gesicht der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vor Ort
Doris Mührenberg wird neue Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Lübeck. Sie übernimmt die Aufgaben einer DSD-Vertreterin vor Ort ehrenamtlich und folgt damit auf Johannes Schindler, der das Ortskuratorium seit 2012 geleitet hat. Bundesweit engagieren sich über 85 Ortskuratorinnen und Ortskuratoren für die DSD. Sie übernehmen Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung und verleihen der privaten, spendenfinanzierten Denkmalschutzstiftung als deren Repräsentantinnen und Repräsentanten ihr „Gesicht“.
Mührenberg wurde 1958 in Lübeck geboren und studierte Vor- und Frühgeschichte, Ältere Deutsche Literatur und Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Hamburg. Anschließend war sie als Archäologin im Bereich Archäologie und Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck tätig, zunächst als Grabungsleiterin, später zuständig für Auswertungen, Publikationen, Ausstellungen und Öffentlichkeitsarbeit, zuletzt bis Oktober 2024 wissenschaftliche Verwaltung des großen Archäologischen Fundmagazins. Die Historikerin erstellte das Konzept und leitete den Aufbau des „Museums für Archäologie“, das von 2005 bis 2011 bestand.
Mührenberg engagiert sich gerne ehrenamtlich für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, denn sie ist der Ansicht, dass „wer die Vergangenheit nicht kennt, die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten kann“. Wer Denkmale erhält, bewahre nicht nur Geschichte, sondern schaffe zugleich Wissen für die Zukunft. Die neue Ortskuratorin ist überzeugt: „Denkmale zeugen nicht nur von der Vergangenheit, sondern bieten auch die Möglichkeit, sich den Herausforderungen von Heute zu stellen.“ So könne man von traditioneller Bauweise und Handwerkskunst lernen, etwa zu Fragen nachhaltiger und ressourcenschonender Materialien bei denkmalgerechter Sanierung. Denkmale seien halt „Wissensorte, Gedenkorte und Mahnmale und böten gerade in einer Zeit, die von tiefgreifenden Veränderungen geprägt ist, Orientierung, Verlässlichkeit und die Möglichkeit, kulturelle Kontinuität und regionale Vielfalt zu erleben“.
Die Tätigkeit einer Ortskuratorin ist auf drei Jahre begrenzt, eine Verlängerung ist – auch mehrfach – möglich. Um die vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können, kann sich die Ortskuratorin ein eigenes Ortskuratorium mit einer begrenzten Zahl von Mitgliedern bilden. Dabei wird ein breites Spektrum an fachlicher Kompetenz angestrebt. Bei ihrer Tätigkeit halten die Ortskuratoren engen Kontakt zum Bereich „Ortskuratorien" der DSD-Geschäftsstelle in Bonn.
Weitere Informationen: www.denkmalschutz.de/spenden-helfen/selbst-aktiv-werden/als-ehrenamtler.html