Förderung des Wiederaufbaus vom Grabmonument des Domherrn Friedrich von Arnstedt
Das durch einen Bombentreffer im Jahr 1945 beschädigte Grabmonument des Magdeburger Domherrn Friedrich von Arnstedt und seiner Familie soll wieder aufgebaut werden. Unterstützung dafür gibt es von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die das Vorhaben mit 20.000 Euro fördert, mithilfe der Lotterie Glücksspirale.
Am Freitag, den 20. März, um 10.00 Uhr, wird der entsprechende Fördervertrag von Christian Antz, Ortskurator Magdeburg der DSD, symbolisch an den Vorsitzenden des Fördervereins Dom zu Magdeburg, Stephen Gerhard Stehli, übergeben.
Dank der privaten Spender und Stifter der DSD und der Lotterieerträge ist es erneut möglich, ein Restaurierungsprojekt im Magdeburger Dom zu fördern. 2017 hatte die Stiftung die Restaurierung des Lettners unterstützt. Der Magdeburger Dom ist eins von insgesamt über 680 Objekten und Denkmalen, die die Stiftung in Sachsen-Anhalt bereits gefördert hat.
Zum Objekt:
Der Magdeburger Dom, dessen Ursprünge bis zu Kaiser Otto I. im 10. Jahrhundert zurückreichen, ist die erste gotisch konzipierte Kathedrale Deutschlands und bis heute eines der prägendsten Bauwerke der Stadt. Das 1610 geschaffene Grabmonument für Domherrn Friedrich von Arnstedt und Familie zählt zu den besonders aufwendigen und in hoher Steinmetz-Qualität gefertigten Werke der Zeit um 1600 im Dom. Es befindet sich im südlichen Seitenschiff und zeichnet sich durch ein Hauptrelief des Jüngsten Gerichts aus, flankiert von Säulen und Skulpturen. Das im oberen Bereich der Wand angebrachte Hänge-Epitaph ist im Dom das einzige Grabmonument mit Säulenaufbau.
1945 wurde das Arnstedtsche Epitaph durch einen Bombentreffer schwer beschädigt. Mehr als 300 Bruchstücke konnten damals geborgen und eingelagert werden. Der beschädigte Rest verblieb am ursprünglichen Ort. Wie ein Puzzle soll das Grabmal nun wieder zusammengesetzt werden.
Da nur wenige historische Fotos und Beschreibungen existieren, ist es eine Herausforderung, das Epitaph mit den geborgenen Originalteilen zu rekonstruieren. Fehlende Elemente werden mithilfe moderner Technologien ergänzt. In Zusammenarbeit mit der Magdeburger Otto‑von‑Guericke‑Universität werden diese mithilfe von 3D-Druck nachgebildet und eingefügt.
Mehr Informationen zur Restaurierung des Lettners 2017: www.denkmalschutz.de/pressemitteilung/dsd-foerdert-den-lettner-im-magdeburger-dom.html
Für Pressevertreter:
Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.