Ein individueller kulturhistorisch relevanter Bautyp
Bei einem Pressetermin am Freitag, den 3. Juli 2026 um 10.00 Uhr vor Ort überbringt Wolfgang von Ancken, Ortskurator Kiel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an Bürgervorsteherin Nicola Specker dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale einen Fördervertrag über 50.000 Euro für die Reetdachdeckarbeiten des Rudolf-Behrend-Hauses in Neuheikendorf. Mit dabei ist auch Brigitte Kernlein, die erste Vorsitzende des Fördervereins Behrend-Haus e.V.
Das Rudolf-Behrend-Haus im Ortsteil Neuheikendorf der Gemeinde Heikendorf liegt eingebettet in eine ruhige und naturnahe Umgebung und stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert. Den Namen verdankt es dem Künstler Rudolf Behrend, der das Haus bis zu seinem Tod im Jahr 1979 als Wohn- und Atelierhaus nutzte. Behrend war für die Region eine kulturell prägende Persönlichkeit und als Mitglied der Künstlerkolonie Heikendorf bekannt.
Das Gebäude ist eine niederdeutsche Fachhallenkate. Die Grundrissaufteilung in Diele mit Schwibbogenherd, Kübbungen, Flett und Kammerfach hat sich erhalten. Das Kulturdenkmal ist ein Zeugnis für die bäuerliche Kultur, Lebensweise und Ortsgeschichte. Im Zuge der Nutzung wurden diverse Umbauten vorgenommen, sodass sich ein individueller kulturhistorisch relevanter Bautyp entwickelt hat.
Das Rudolf-Behrend-Haus gehört zu den über 280 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Schleswig-Holstein fördern konnte.
FÜR PRESSEVERTRETER: Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.