Ensemble mit Haupthaus, Wirtschaftsgebäude, zwei Scheunen und ehemaligem Backhaus
Für die Reetdachneudeckung des Haupthauses von Hof Meyer in Löningen Angelbeck stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 20.000 Euro zur Verfügung. Die typisch regionale Hofanlage mit stattlichem niederdeutschen Hallenhaus gehört einer gemeinnützigen Stiftung, die ökologische Landwirtschaft, einen Ferien- und Reiterhof, einen Hofladen, eine Käserei und eine Schneiderei betreibt.
Die Stadt Löningen befindet sich südwestlich von Cloppenburg im Oldenburger Münsterland. Zu ihr gehört der südlich gelegene Ortsteil Angelbeck im Hasetal. Unweit des Emszuflusses und einen guten Kilometer östlich des Ortskerns steht der große Hof Meyer, der „Hof am Kolk“, in landwirtschaftlich geprägter Umgebung.
Wie eine Inschrift belegt, entstand das heutige Haupthaus 1800 unter der Bauherrschaft von Hermann Gerhard Meijer, dessen Familie in lokalen Kirchenbüchern schon im 17. Jahrhundert erwähnt wird. 1920 wurde das Einfirsthaus erweitert und umgebaut: von da an gab es eine Trennwand zwischen Wohn- und Wirtschaftsteil. Ein zum Hof gehörendes Heuerhaus wurde versetzt, als die Straßenführung in den 1950ern geändert wurde. Heute wird der Hof als Ferien- und Biohof betrieben.
Beim Haupthaus handelt es sich um einen langgestrecktes Vierständer-Hallenhaus mit Reetdeckung und Ziegelfirst. Während alle anderen Gefache verputzt und weiß getüncht sind, ist am Wirtschaftsgiebel zum Hof hin die Ziegelsteinausmauerung sichtbar. Um das große Tor herum, durch das einst Pferd und Wagen in den Wirtschaftsteil fahren konnten, sind Inschriften und das Baudatum zu lesen.
Zu dem unter Denkmalschutz stehenden Ensemble gehören neben dem beeindruckenden Baumbestand und dem Haupthaus ein weiteres Wohn-/Wirtschaftsgebäude sowie zwei Scheunen, ebenso das stattliche ehemalige Backhaus, das sich in (brand-)sicherer Entfernung etwas südlich befindet.
Der Hof Meyer gehört nunmehr zu den über 580 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär sie ist, allein in Niedersachsen fördern konnte.