Zählt zum ältesten Windmühlentyp Europas
Für Reparatur- und Sicherungsarbeiten an der Bockwindmühle in Martinskirchen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 20.000 Euro zur Verfügung. Die Windmühle gehört nunmehr zu den über 750 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Brandenburg fördern konnte.
Zum Objekt:
Bei der Windmühle von Martinskirchen in der Gemeinde Mühlberg handelt es sich um eine Bockwindmühle aus dem Jahr 1834. Die Bockwindmühle verfügt über eine bemerkenswerte technische Ausstattung, die sowohl historische als auch funktionale Elemente vereint. Der Mahlgang ist mit einem Elevator sowie einem Sechskantsichter ausgestattet, beide betrieben durch einen Elektroantrieb aus dem Jahr 1953. Zwischen 1990 und 1998 wurde die Mühle einer umfassenden Restaurierung unterzogen, bei der ihre historische Substanz sorgfältig bewahrt und ihre Technik instandgesetzt wurde.
Die Bockwindmühle ist der älteste Windmühlentyp in Europa. Ein wesentliches Merkmal dieses Mühlentyps ist das besondere Konstruktionsprinzip. Das gesamte Mühlenhaus steht auf einem einzigen, kräftigen Pfahl, dem sogenannten Hausbaum. Dieser ist senkrecht in einem hölzernen Stützgestell befestigt, das sich unterhalb der Mühle befindet. Das Gestell wird als Bock bezeichnet und gibt der Mühle ihren Namen. Auf dem Bock kann die gesamte Mühlenmaschinerie mittels der Hebelwirkung des Außenbalkens in den Wind gedreht werden. Diese Methode ist jedoch bei wechselnden Windrichtungen nicht optimal und sehr beschwerlich.