Wände, Gewölbe und historische Ausstattung werden überarbeitet und konserviert
Für die Restaurierung der barocken Schlosskapelle im Schlossgut Valley im Landkreis Miesbach gibt es Unterstützung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD): Axel Hofstadt, Leiter des Ortskuratoriums München der DSD überreicht am Mittwoch, den 5. August 2026, um 11.00 Uhr symbolisch den Fördervertrag über 50.000 Euro an Georg Reichert von der Schlossbrauerei Valley GmbH & Co. KG.
Möglich ist die Unterstützung dank der privaten Spenden und Förderer der DSD und Erträgen der Lotterie GlücksSpirale.
Die Mittel werden für die Konservierung und Restaurierung der Raumschale – umfasst alle raumbegrenzenden Oberflächen wie Wände, Fußböden, Decken und feste Einbauten – der Schlosskapelle bereitgestellt. Der gesamte Innenraum soll instandgesetzt werden und dadurch wieder stärker zur Geltung kommen. Dazu werden unter anderem Fehlstellen geschlossen und Schäden an Stuckaturen, Wandflächen, Böden, Gestühl, Hochaltar und Tabernakel behoben.
Die Schlosskapelle befindet sich im Schlossgut Valley, einer denkmalgeschützten Vierflügelanlage, deren Ursprünge bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückreichen. Die Kapelle wurde 1741 geweiht und steht unter dem Patrozinium des heiligen Franz Xaver. Sie entstand in der Barockzeit und zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Zeugnissen der einst repräsentativen Ausstattung des Schlosses. Nach mehreren Bränden und baulichen Veränderungen in der Gesamtanlage blieb sie als wichtiger Träger der historischen Ausstattung erhalten.
Das Gewölbe des zweigeschossigen Kapellenraums ist in einem sanften Bogen (Korbbogen) mit Stichkappen, eine bogenförmige Öffnung, die vom Fenster zur Decke hin spitz zuläuft, überspannt. Besonders bemerkenswert ist die Frührokoko-Stuckausstattung aus der Zeit um 1740. Flache Wandpfeiler (Pilaster) mit verzierten Köpfen unterteilen den Raum. Die Gewölbefelder sind mit Engelsfiguren (Putten), Musterelementen (Bandelwerk) sowie kunstvollen Blüten und Blättern (Akanthuslaub) verziert. Vermutlich waren die gerahmten Felder ursprünglich mit Deckengemälden versehen.
Zum Bestand gehören zudem ein Altarretabel, ein kunstvoll gestalteter Aufbau hinter dem Altartisch aus der Erbauungszeit, der eine Kreuzigungsdarstellung umrahmt, sowie ein später ergänzter klassizistischer Schrein für die Abendmahlsgeräte (Tabernakel).
Die Kapelle wird derzeit nicht genutzt. Nach Abschluss der Arbeiten soll sie wieder für kirchliche Zwecke zur Verfügung stehen und insbesondere wieder als Ort für Trauungen genutzt werden können.
Die Schlosskapelle in Valley ist eines der mehr als 680 Denkmale, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale bisher allein in Bayern fördern konnte.
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