Der heutige Dom in der Altstadt ist vermutlich der dritte Bau an dieser Stelle
Bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 3. März 2026 um 10.00 Uhr überbringt Jürgen Hansen, Ortskurator Schwerin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), in Anwesenheit von Elisabeth Aßmann von Lotto Mecklenburg-Vorpommern dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 10.000 Euro für begleitende restauratorische Arbeiten sowie die restauratorische Dokumentation am Schweriner Dom an Pastor Güntzel Schmidt. Der Dom gehört seit 1995 zu den über 660 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte.
Zum Objekt:
Der heutige Dom in der Altstadt von Schwerin ist vermutlich der dritte Bau an dieser Stelle. Zuvor standen dort eine Holzkirche und ein romanischer Dom. Der gotische Backsteinbau wurde wahrscheinlich vor 1270 begonnen. Der Chor wurde bis 1327 vollendet, bis 1374 wurde das Langhaus fertiggestellt. Die Wölbung des Mittelschiffs war jedoch erst 1416 abgeschlossen. Die aus rotem Backstein gemauerte dreischiffige Basilika mit Querhaus, Chorumgang und Kapellenkranz besitzt einen hohen, neugotischen Westturm aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Der Sakralbau hat eine äußere Länge von rund 100 Metern, einen Kirchturm von 117 Metern und eine Scheitelhöhe des Mittelschiffs von 26 Metern. Das Langhaus wird von Strebepfeilern gestützt. Das ebenfalls dreischiffige Querhaus bildet Kreuzflügel. Der anschließende Chor besitzt ein Polygon im Binnenchor. An den Chorumgang schließen fünf radial angeordnete, dreiseitig geschlossenen Kapellen an, die einheitlich überdacht sind.
Das Kircheninnere prägen schlanke, spitzbogige Arkadenbögen mit darüber liegenden dreiteiligen, spitzbogigen Fenstern. Kreuzrippengewölbe überspannen die Räume, wobei die Vierung durch ein besonders prächtiges Sterngewölbe hervorgehoben ist. Das Hochschiff des Querhauses ist mit Netzgewölben überspannt. Das nördliche Seitenschiff des Querhauses ist durch das Einziehen einer Empore zweigeschossig, welche bereits vor 1327 errichtet wurde. Die Kapellen sind durch sechsteilige Gewölbe mit dem Chorumgangsjochen räumlich verschmolzen. Im Untergeschoss befindet sich die Kapelle Mariae Himmelfahrt.
Die reiche Ausstattung des Doms geht hauptsächlich auf die Neugestaltung aus dem Jahr 1867 zurück. Besonders wertvoll sind die Ladegast-Orgel von 1871, der spätgotische Flügelaltar von 1490, die Renaissance-Grabmäler für Herzog Christoph und Elisabeth von Schweden von dem flämischen Bildhauer Robert Coppens und das aus der Vischer-Werkstatt stammende Bronze-Epitaph der Herzogin Helena von Mecklenburg.
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