Streichquartett spielt im Erbdrostenhof Mozart und Dvorák – DSD-Ortskuratorium lädt ein
Streicherklänge im Barockambiente: Das Ortskuratorium Münster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Samstag, den 25. April 2026, um 18 Uhr zu einem Benefizkonzert in den Festsaal des Erbdrostenhofs in Münster ein.
Unter dem Titel „Saitenklänge im Erbdrostenhof“ werden Mitglieder des WDR-Sinfonieorchesters in einer Streichquartett-Besetzung Musik aus zwei unterschiedlichen Epochen spielen: Klare, harmonische Töne von Wolfgang Amadeus Mozart treffen auf den folkloristischen Melodienreichtum von Antonín Dvorák; Wiener Klassik trifft Spätromantik.
Für das Konzert ist eine Anmeldung erforderlich. Diese ist online über www.denkmalschutz.de/denkmale-erleben/terminkalender/detail/25-04-2026-saitenklaenge-im-erbdrostenhof.html oder bei Sigrid Karliczek, Leiterin des Ortskuratoriums Münster der DSD, unter Telefon 0251/89390 möglich. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gebeten.
Dank Spenden konnte die DSD zwischen 2012 und 2014 auch Restaurierungsarbeiten am Erbdrostenhof unterstützen. Dank großzügiger zweckgebundener Spenden konnten allein über 450.000 Euro für die Sanierung der Fassade und des Daches bereitgestellt werden. Auch die Restaurierung der Balkongitter und -fußböden wurde gefördert.
Der Erbdrostenhof ist ein Schmuckstück der Stadt Münster und bildet zusammen mit der Dominikaner- und der Clemenskirche die „Barockinsel“. Der barocke Bau wurde zwischen 1753 und 1757 von Johann Conrad Schlaun für den Erbdrosten, den obersten Verwaltungsbeamten des Fürstbischofs von Münster, Adolf Heidenreich Freiherr von Droste zu Vischering errichtet.
Schlaun baute das Gebäude diagonal auf das Eckgrundstück an der Salzstraße, um Platz für eine repräsentative Fassade zu gewinnen. Der vorgelagerte dreieckige Ehrenhof ist von einem geschwungenen Lanzengitter mit zwei seitlichen Eingängen und einem reich verzierten Tor umfasst. Die Pfeiler werden von Skulpturen, darunter Sphinx-Figuren und Blumenvasen, geschmückt.
Der Saal des Gebäudes zieht sich über den gesamten Mittelbau und die beiden Obergeschosse und übertrifft mit seiner üppigen Ausstattung alle vorangegangenen Adelshöfe der Stadt. Mithilfe illusionistischer Malerei wurden Pfeiler, Säulen und Gebälke an die Wände gezaubert.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Erbdrostenhof schwer beschädigt und anschließend nach historischen Plänen wiederhergestellt. Heute befinden sich im Gebäude mehrere Dienststellen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe: das Museumsamt für Westfalen, die Historische Kommission und die Literaturkommission für Westfalen.
Der Erbdrostenhof ist eines von über 900 Projekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden mithilfe von Westlotto aus Erträgen der Lotterie Glücksspirale allein in Nordrhein-Westfalen schon fördern konnte. Welche Objekte die DSD in Münster und Umgebung außerdem gefördert hat: www.denkmalschutz.de/denkmale-erhalten/gefoerderte-projekte-in-muenster-und-umgebung.html