Zweibogige Überfahrt über die Umgräftung ist Teil der barockzeitlichen Hauptzufahrt zum Hof
Beim ersten Bauabschnitt der Sanierung der Brücke von Schloss Wrisbergholzen in Sibbesse beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) an den Mauerwerks- und Steinmetzarbeiten. Der Fördervertrag in Höhe von 100.000 Euro wurde möglich dank zahlreicher Spenden sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale. Die Brücke überspannt in zwei Rundbögen die Umgräftung und dient als Fahrebene der barockzeitlichen Hauptzufahrt zum zentralen Hof. Sie ist gepflastert und mit Prellsteinen versehen, ein schmiedeeisernes Gitter auf Werksteingesims begrenzt sie.
Zum Objekt
Das Schloss wurde von 1740 bis 1745 erbaut und bildet den östlichen Abschluss einer vierseitigen symmetrischen Gutsanlage, die von einem Wassergraben umgeben ist. Jeweils drei Wirtschaftsgebäude rechts und links rahmen den Eingangshof, hinter dem Schloss erstreckt sich ein großer englischer Landschaftspark.
Das aus Bruchsteinbau mit Ecklisenen und Gesimsen unter einem Mansarddach errichtete verputzte, zweigeschossige Hauptgebäude birgt den besonders prächtigen Weißen Saal im ersten Obergeschoss, der sich auf der Gartenseite über eineinhalb Geschosse erhebt. Den Namen verdankt der Saal seinem weiß gefassten Stuckprogramm. Bemerkenswert sind auch die Deckenmalereien im Foyer des ersten Obergeschosses, die als Holzimitat ausgeführt sind. Schließlich ist ein weiteres kunsthistorisches Highlight das Fliesenzimmer im linken Seitenflügel des Erdgeschosses. Es ist vollständig mit einem Bilderzyklus aus rund 680 weiß-blauen Fliesen verkleidet, deren Medaillons unterschiedliche Bildszenen aufzeigen.
Schloss Wrisbergholzen gehört zu den über 580 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Niedersachsen fördern konnte.