Spenden ermöglichen die Sanierung
Johannes Schindler, Ortskurator Lübeck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 25. März 2026 um 14.00 Uhr an Pastor Robert Pfeifer einen Fördervertrag in Höhe von 428.698 Euro für die Instandsetzung der Raumfassung im Inneren der Turmhalle der Lübecker Marienkirche.
Zum Objekt
Sanierungsmaßnahmen an den Gewölben von Mittelschiff, Seitenschiffen und Chor sind nötig geworden. Aufgetretene Schäden sind etwa Rostsprengung durch korrodierte Einbindepunkte von Mauerwerksankern und Fenstereisen, Risse, aufsteigende Feuchte und starke Salzbelastung. Ein Sicherungsbedarf besteht weiterhin, da die Mauerwerkssteine des Umfassungsmauerwerks geschädigt sind. Auch die Bleiverglasung ist verschmutzt und Gläser gesprungen, so dass Feuchtigkeit eindringen kann. Als letztes bedarf es der Reinigung und Festigung der polychromen Malerei der Raumschale.
Mit 103 Metern Länge und dem 38,3 Meter hohen Mittelschiff und dem 125 bzw. 126 Meter hohen Turmpaar war die Marien-Kirche einst eine der größten Kirchenbauten. In der scheinbaren Schwerelosigkeit des Raumeindrucks wurde sie von den Ostseestädten bis nach Riga und Malmö kopiert. Das hohe Mittelschiff überragt, von Obergadenfenstern belichtet, die Seitenschiffe und den Umgangschor. Zwischen den Fenstern setzen die Strebebögen an, die den Schub der Gewölbe nach außen auf die Strebepfeiler ableiten.
Die Lübecker Marienkirche gehört zu den über 280 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Schleswig-Holstein fördern konnte.
Für Pressevertreter:
Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.