29.12.2023

Schloss Eggeringhausen in Mellrich

Nordrhein-Westfalen
Schloss Eggeringhausen in Mellrich * Foto: Henning Süggeler

Ensemble in einem Landschaftspark

Dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) Arbeiten am Schloss Eggeringhausen in Mellrich unterstützen. Einen symbolischen Fördervertrag über 58.000 Euro für die Arbeiten an der Spindeltreppe und den Deckenbalken im östlichen Treppenturm erreicht in diesen Tagen die Gutsverwaltung Holthausen. Das Schloss gehört zu den über 720 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Mindestens seit dem 14. Jahrhundert gab es an diesem Ort einen Adelssitz. Die heutige Anlage wurde ab 1620 von Graf Johann III. von Rietberg errichtet und 1660 von seiner Frau Anna Catharina von Salm-Reifferscheidt als Witwensitz ausgebaut. Aus dieser Zeit stammen beispielsweise die Stuckdecke im Saal und ein barocker Sandsteinkamin. 1829 erwarben die Freiherrn von Fürstenberg die Anlage. Sie überformten das Herrenhaus im klassizistischen Stil und errichteten die Vorburg mit den Wirtschaftsgebäuden und einem Marstall neu. Das Renteigebäude wurde 1828 und der Marstall 1835 erbaut. Im 20. Jahrhundert erweiterte man die Vorburg um einen außerhalb der Gräfte gelegenen Wirtschaftshof. Aus dieser Zeit stammt auch der Landschaftspark.

Zum Objekt:

Schloss Eggeringhausen zeigt sich als Ensemble, bestehend aus einem Herrenhaus, einer Vorburginsel mit einem Wirtschaftsgebäude sowie einer vorgelagerten Hofstelle mit Scheunen. Brücken verbinden die einzelnen Bauten der Anlage. Das zweigeschossige, massive, verputzte Wasserschloss ist als feldseitig geöffnete Dreiflügelanlage gestaltet. Die langgestreckte Hauptfassade mit symmetrisch angeordneten, von Natursteingewänden gerahmten Hochrechteckfenstern, wird von zwei quadratischen, dreigeschossigen Ecktürmen gerahmt. Die Erschließung erfolgt über eine Brücke durch ein klassizistisches zweiflügeliges Portal mit Natursteinrahmung und gesprengtem Giebel. Zwei weitere Ecktürme schließen die Flügelbauten ab. Verschieferte Schweifhauben bekrönen die Türme. Im Innenhof stehen zwei zweigeschossige, achteckige Treppentürme mit Spitzhelmen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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