21.03.2019

Schrott oder Kulturgut? – Maritimer Denkmalschutz

Mecklenburg-Vorpommern
Jugendbauhüttenteilnehmer bei der Restaurierung eines historischen Fischerbootes im Deutschen Meeresmuseum © Jugendbauhütte

Vortragsveranstaltung der Jugendbauhütte Stralsund

Am Dienstag, den 26. März 2019 um 19.00 Uhr laden die Jugendbauhütte Stralsund/Szczecin und das Ortskuratorium Stralsund der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) gemeinsam mit dem Amt für Kultur, Welterbe und Medien der Hansestadt Stralsund zu dem Vortrag „Schrott oder Kulturgut? – Maritimer Denkmalschutz“ in den Konferenzsaal des Rathauses, Alter Markt 10 in 18408 Stralsund ein. Es referiert der langjährige Leiter des Rostocker Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums, Dr. Peter Danker-Carstensen. Der Eintritt ist frei.

Der Historiker Dr. Peter Danker-Carstensen untersucht an diesem Abend die Eigenheiten beim Schutz von maritim-technischen Denkmalen. Im Fokus stehen dabei der Erhalt und die öffentliche Präsentation sowie der Betrieb historischer Wasserfahrzeuge und anderer maritimer Objekte. Anhand von Beispielen aus Mecklenburg-Vorpommern zeigt Danker-Carstensen, wie unterschiedlich mit historischen Schiffen und schwimmenden Objekten umgegangen wird, und dass deren denkmalgerechter Erhalt jeweils eine Individuallösung erfordert. Dabei können gerade lokale Gegebenheiten zum Schlüssel für die jeweilige Lösung werden.

Die Jugendbauhütte Stralsund/Szczecin ist eine von 14 Jugendbauhütten deutschlandweit. Das Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in der Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste e.V. (ijgd) ermöglicht jungen Erwachsenen, das sogenannte „Freiwillige Soziale Jahr in der Denkmalpflege“, kurz FSJ-Denkmalpflege, zu absolvieren. Etwa 20 junge Menschen arbeiten 12 Monate lang an unterschiedlichen Einsatzstellen über den jeweiligen Standort einer Jugendbauhütte hinaus, in Freilandmuseen, Dombauhütten, Architekturbüros oder bei archäologischen Firmen und Restauratoren, um in verschiedenen Bereichen der Denkmalpflege durch praktische (Mit-)Arbeit handwerkliche, administrative bzw. wissenschaftliche Erfahrungen zu sammeln. In begleitenden Seminarblöcken erhalten sie einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Aufgaben des Denkmalschutzes, etwa die Geschichte der Denkmalpflege, die Bedeutung des europäischen Kulturerbes, Stil- und Materialkunde sowie Forschungs- und Arbeitsmethoden. Auch rechtliche Grundlagen und einschlägige Berufsbilder spielen in den Seminaren eine Rolle. Schließlich setzen sich die Jugendlichen mit Fragen interkulturellen Lernens, der Freiwilligkeit, dem sozialen Lernen, Selbstorganisation, Emanzipation und Ökologie auseinander. Die einzigartigen Erfahrungen, die die jungen Menschen im Laufe dieses Jahres sammeln, haben insbesondere persönlichkeitsbildende Langzeitwirkung.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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