02.02.2026

Sgraffito-Fassade am Markusplatz 1 in Bamberg wird restauriert

Bayern
Wohnhaus in Bamberg
Wohnhaus am Markusplatz in Bamberg

Das Wohnhaus wurde 1889 im Stil der Neorenaissance errichtet 

Bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 5. Februar 2026 um 14.00 Uhr überbringt Herbert van Beek, Ortskurator Bamberg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 30.000 Euro für die Überarbeitung und Restaurierung der Sgraffito-Putzflächen des Wohnhauses am Markusplatz 1 in Bamberg an Sabrina Göckel vom evangelischen Dekanat Bamberg. Das Gebäude gehört nunmehr zu den über 640 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Zum Objekt

Das Wohnhaus am Markusplatz 1 wurde 1889 im Stil der Neorenaissance errichtet und zählt zu den frühen privaten Mietwohngebäuden auf der Westseite des neu angelegten Markusplatzes. Besonders prägend ist die zur Platzseite orientierte Sgraffito-Fassade, die als einzige ihrer Art in Bamberg bis heute erhalten ist. Die ornamental und figürlich gestalteten Putzdekore sind in der Region außergewöhnlich selten.

Im Inneren bewahrt das Haus weitgehend seine bauzeitliche Ausstattung. Dazu gehören das Treppenhaus in ursprünglicher Gestaltung, reich profilierte Türen mit zugehörigen Futter- und Bekleidungselementen, teilweise erhaltene Oberlichter sowie Stuckdecken mit Hohlkehlen und Abschlussprofilen. In mehreren Räumen ist zudem das historische fränkische Parkett erhalten.

Über viele Jahrzehnte befand sich das Anwesen in privatem Besitz, bevor es 1994 an die Evangelische Kirche Bamberg überging und als Wohn- und Begegnungsort für die evangelische Studierendengemeinde diente. Heute wird es gemeinsam mit der katholischen Hochschulgemeinde genutzt. Im Erd- und ersten Obergeschoss sind deren Räume untergebracht, während im zweiten Obergeschoss vier Studierende gemeinschaftlich wohnen. Das Dachgeschoss wurde Ende der 1990er Jahre zu Meditations- und Nebenräumen ausgebaut. 

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