Schüler berichten von ihrer denkmal aktiv-Projektarbeit zum Erhalt des Baudenkmals
Nach seiner grundlegenden Sanierung wird das Mausoleum Josef Weinlichs in Halle-Osendorf am Sonntag, den 23. August 2026 um 14 Uhr feierlich eingeweiht. Ein Schülerteam des Elisabeth-Gymnasiums Halle gestaltet die Festveranstaltung mit. Unterstützt von denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), haben die Jugendlichen die Sanierung begleitet. Die öffentliche Veranstaltung findet statt am Sinti-Mausoleum in Osendorf, Karl-Meißner-Straße 42, 06132 Halle (Saale).
Zur Wiederherstellung des wertvollen Baudenkmals, das eines der seltenen steinernen Zeugnisse für die Geschichte der Sinti und Roma in Mitteldeutschland darstellt, spricht Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle. Die Landesregierung wird vertreten durch Bildungsminister Jan Riedel. Für die Nachfahren spricht Dr. Henk van Iterson, für die nationale Minderheit der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Roma und Sinti, Romani Rose.
Die Zivilgesellschaft hat die Sanierung des Baudenkmals aktiv begleitet. Sie wird vertreten durch den Leiter der Gedenkstätte Roter Ochse und nicht zuletzt durch die Schülerinnen und Schüler des Elisabeth-Gymnasiums Halle. Sie berichten über ihre Bemühungen, das Denkmal für die Erinnerungsarbeit in der Schule und der Öffentlichkeit zu aktivieren. Die projektleitende Lehrerin Heike Böltzig sagt: „Unser Schulprojekt zur Erhaltung des Sinti-Mausoleums ist ein Beispiel für die umfassende Bedeutung von Erinnerungskultur und der Sensibilisierung für authentische Orte, an die Erinnerung anknüpfen kann.“
Für die 9. und 10. Klassen des Gymnasiums ist das Mausoleum seit einigen Jahren wichtiger außerschulischer Lernort. Sie beschäftigten sich mit seiner Gestaltung und Symbolik, der Architektur und dem Erhaltungszustand und machten die Stadtgesellschaft wiederholt auf den Wert des Denkmals aufmerksam, etwa im Rahmen des Tags des offenen Denkmals.
Das Sinti-Mausoleum wurde 1915 errichtet. Der eingeschossige giebelständige Ziegelbau drohte 2024 zu verfallen. Die Instandsetzung umfasste unter anderem die Ertüchtigung der Gründung des Gebäudes, des Mauerwerkes und der Tonnendecke. Neben einer Förderung aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes standen Eigenmittel der Stadt sowie Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt zur Verfügung.
Informationen zum Schulprojekt des Elisabeth-Gymnasiums Halle zum Mausoleum unter https://denkmal-aktiv.de/schulprojekt/elisabeth-gym-sinti-mausoleum-halle-osendorf-wird-restauriert/
denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule, das Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, bringt Schülerinnen und Schüler in direkten Kontakt mit historischen Gebäuden und ihren Geschichten. Seit 2002 fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit dem Programm bundesweit Projekte an Schulen, in denen Schülerinnen und Schüler Denkmale als authentische bauliche Zeugnisse ihrer Zeit kennenlernen und gibt Materialien heraus, die die Lernpotenziale von Denkmalen für den Unterricht erschließen. Das Programm setzt sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen den Wert und die Bedeutung des baukulturellen Erbes näher zu bringen und den Denkmalschutz als gesellschaftliche Aufgabe zu vermitteln.