Ministerin Schüle und Minister Crumbach informieren sich über den Zustand des Parks
Sowohl Kulturministerin Dr. Manja Schüle als auch Infrastrukturminister Robert Crumbach gehen am 6. August 2026 gemeinsam mit Landeskonservator Prof. Dr. Thomas Drachenberg auf der diesjährigen Sommer-Pressefahrt der Ministerien im Schlosspark Altdöbern der Frage nach, welche Rolle der Klimawandel für den denkmalpflegerischen Umgang mit historischen Parks und Gärten bedeutet.
Amtsdirektor Stefan Reiter und Bürgermeister Peter Winzer stehen ebenso wie Dr. Simon Geisler, Juliane Lehmphul und Stefan Hohmann als Vertreter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) für den Umgang mit Schloss und Park zur Verfügung. Die Arbeiten der Freiwilligen der Internationalen Jugendbauhütte Gartendenkmalpflege erläutern Melina Wüstner vom Team Jugendbauhütte der DSD und Johannes Zerger von den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd), in deren Trägerschaft die Jugendbauhütten betreut werden.
Seit 2009 unterstützen die Freiwilligen der Jugendbauhütte, die ihr Soziales Jahr in der Denkmalpflege absolvieren, die Wiederherstellung der Parkanlage in Altdöbern. In der erst von den Spätfolgen des Bergbaus und nun durch den Klimawandel betroffenen historischen Parkanlage werden von den Jugendlichen durch Erdauffüllungen, Rodung des Unterholzes, die Pflege der Bewässerungssysteme oder die Neupflanzungen widerstandsfähiger Baumsorten schrittweise Anpassungen an die Folgen der Klimaveränderungen ausgeführt.
An der Anbindung einer Sumpfzypresse - ebenfalls eine resilientere Baumart - an Stützpfähle beteiligt sich Minister Crumbach vor Ort. Die Baumart stammt ursprünglich aus den USA und wurde bereits von Peter Joseph Lenne Lenné (1789-1866) gerne in Parks in Gewässernähe eingesetzt.
Für die Arbeiten im Bereich Gehölze und Wasserversorgung in den kommenden Jahren baut die DSD auf die kontinuierliche und verlässliche Unterstützung durch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung. Die Zusammenarbeit mit der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) und dem Projekt-Team zur Anpassung von Gartendenkmalen an den Klimawandel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.
Die Arbeit der Internationalen Jugendbauhütte Altdöbern, deren Schirmherrschaft Minister Crumbach unlängst übernommen hat, lässt vorbildliche Lösungen für weitere Parkanlagen erwarten. Sie lernen unter fachlicher Anleitung durch ihre praktische Arbeit im Park, ein Jahr lang, was Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit für einen historischen Park mit altem Gehölzbestand bedeutet.
Alle Maßnahmen dienen auch der Wiederherstellung des einmaligen Gartendenkmals in Altdöbern mit seinem Landschaftspark, dem französischen Garten und dem Heckentheater. Die Wiederherstellung des Wegenetzes, der Parkbänke sowie die Rekultivierung und Wiederanpflanzung historischer Apfelsorten leisten wichtige Beiträge zur Artenvielfalt und Resilienz des Schlossparks von Altdöbern.
1996 wurde das Schloss von der gemeinnützigen Brandenburgischen Schlösser GmbH (BSG), getragen von der DSD als Hauptgesellschafter und dem Land Brandenburg, übernommen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Schloss und Park in einem schlechten Zustand. Seit 2009 ist der rund 60 Hektar große Park im Besitz der Gemeinde zentrale Einsatzstelle der Internationalen Jugendbauhütte Gartendenkmalpflege der DSD, einem DSD-Projekt in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). Jugendliche absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege und erhalten nicht nur Einblick in die Vielfalt gartendenkmalpflegerischer Aufgaben: Sie wirken aktiv an Erhalt und Pflege des Schlossparks mit.
Mehr Informationen zu Schloss Altdöbern unter: www.denkmalschutz.de/denkmal/schloss-und-park-altdoebern.html