Haus des Künstlers ist von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert worden
Zur Eröffnung der Sonderausstellung „Der fantastische Gerhard Altenbourg“ im Lindenau-Museum Altenburg am Sonntag, den 10. Mai 2026, um 15.00 Uhr in den Bachsaal des Residenzschlosses Altenburg ein. Daran teilnehmen wird auch Martin Burkhardt vom Ortskuratorium Leipzig der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die das Künstlerhaus vor zwei Jahren für vorbereitende Maßnahmen zur Sicherung und Sanierung des Gebäudes mit 20.000 Euro unterstützt hat.
Die Ausstellung findet anlässlich des 100. Geburtstags des Künstlers, den er in diesem Jahr begehen würde, statt und widmet sich dem Werk Gerhard Altenbourgs, der eigentlich Gerhard Ströch hieß. Altenbourg war lange verkannt und gilt heutzutage als einer der bedeutendsten Zeichner und Grafiker des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung führt in die poetische wie eigenwillige Bildwelt mit traumartigen Figurenfolgen, fantastischen Wesen und bizarren Landschaften ein.
Präsentiert werden Zeichnungen, Druckgrafiken, Künstlerbücher und Metallarbeiten sowie skizzenhafte, teils unvollendete Werke, die Einblick in Altenbourgs experimentelle Arbeitsweisen und seine intensive Auseinandersetzung mit den Strömungen der Klassischen Moderne geben. Ergänzt wird die Ausstellung durch Mitmachstationen, die Besucherinnen und Besucher zur eigenen künstlerischen Auseinandersetzung einladen.
Zur Ausstellungseröffnung werden der Landrat des Landkreises Altenburger Land, Uwe Melzer, der Präsident des Thüringischen Landtages und Schirmherr der Ausstellung, Dr. Thadäus Rudolf König, die Kuratorin Dr. Silvia Schmitt-Maaß sowie der Direktor der Altenburger Museen, Dr. Roland Krischke, erwartet. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Maren Böhme und Jan Görsman mit einem Duo für Flöte und Gitarre.
Das Künstlerhaus Gerhard Altenbourgs in Altenburg ist ein denkmalgeschütztes Anwesen von besonderer kulturhistorischer Bedeutung. Haus und Garten am Braugartenweg gehören zum weitgehend original erhaltenen Nachlass Gerhard Altenbourgs und dokumentieren eindrucksvoll sein Leben und Schaffen. Altenbourg gestaltete das Gebäude seit den 1950er Jahren zu einem begehbaren Kunstwerk mit Wandmalereien, Metallarbeiten und plastischen Elementen, das heute als einzigartiges Zeugnis eines unabhängigen Künstlerlebens und als wichtiger Erinnerungsort bewahrt wird.
Zwei Tage nach der Ausstellungseröffnung, am Dienstag, den 12. Mai 2026, überreicht Martin Burkhardt vor dem Künstlerhaus eine Bronzeplakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an Dr. Roland Krischke, den Vorsitzenden der Stiftung Gerhard Altenbourg. Die Tafel macht künftig auf das Engagement der DSD für den Erhalt dieses außergewöhnlichen Künstlerhauses aufmerksam.
Eine Pressemitteilung zur Übergabe der Bronzeplakette wird gesondert verschickt.