06.05.2026

Sonderausstellung in Altenburg widmet sich Kunst von Gerhard Altenbourg

Veranstaltungen Thüringen
Flur mit offener Holztür, goldfarbener Metalltür und Wand mit abstrakten Kunstwerken neben einer Treppe mit Metallgeländer
Blick ins Haus von Künstler Gerhard Altenbourg in Altenburg, der in diesem Jahr 100 geworden wäre. Eine Sonderausstellung im Lindenau-Museum Altenburg widmet sich seinem Werk.

Haus des Künstlers ist von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert worden

Zur Eröffnung der Sonderausstellung „Der fantastische Gerhard Altenbourg“ im Lindenau-Museum Altenburg am Sonntag, den 10. Mai 2026, um 15.00 Uhr in den Bachsaal des Residenzschlosses Altenburg ein. Daran teilnehmen wird auch Martin Burkhardt vom Ortskuratorium Leipzig der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die das Künstlerhaus vor zwei Jahren für vorbereitende Maßnahmen zur Sicherung und Sanierung des Gebäudes mit 20.000 Euro unterstützt hat.

Die Ausstellung findet anlässlich des 100. Geburtstags des Künstlers, den er in diesem Jahr begehen würde, statt und widmet sich dem Werk Gerhard Altenbourgs, der eigentlich Gerhard Ströch hieß. Altenbourg war lange verkannt und gilt heutzutage als einer der bedeutendsten Zeichner und Grafiker des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung führt in die poetische wie eigenwillige Bildwelt mit traumartigen Figurenfolgen, fantastischen Wesen und bizarren Landschaften ein.

Präsentiert werden Zeichnungen, Druckgrafiken, Künstlerbücher und Metallarbeiten sowie skizzenhafte, teils unvollendete Werke, die Einblick in Altenbourgs experimentelle Arbeitsweisen und seine intensive Auseinandersetzung mit den Strömungen der Klassischen Moderne geben. Ergänzt wird die Ausstellung durch Mitmachstationen, die Besucherinnen und Besucher zur eigenen künstlerischen Auseinandersetzung einladen.

Zur Ausstellungseröffnung werden der Landrat des Landkreises Altenburger Land, Uwe Melzer, der Präsident des Thüringischen Landtages und Schirmherr der Ausstellung, Dr. Thadäus Rudolf König, die Kuratorin Dr. Silvia Schmitt-Maaß sowie der Direktor der Altenburger Museen, Dr. Roland Krischke, erwartet. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Maren Böhme und Jan Görsman mit einem Duo für Flöte und Gitarre.

Das Künstlerhaus Gerhard Altenbourgs in Altenburg ist ein denkmalgeschütztes Anwesen von besonderer kulturhistorischer Bedeutung. Haus und Garten am Braugartenweg gehören zum weitgehend original erhaltenen Nachlass Gerhard Altenbourgs und dokumentieren eindrucksvoll sein Leben und Schaffen. Altenbourg gestaltete das Gebäude seit den 1950er Jahren zu einem begehbaren Kunstwerk mit Wandmalereien, Metallarbeiten und plastischen Elementen, das heute als einzigartiges Zeugnis eines unabhängigen Künstlerlebens und als wichtiger Erinnerungsort bewahrt wird.

Zwei Tage nach der Ausstellungseröffnung, am Dienstag, den 12. Mai 2026, überreicht Martin Burkhardt vor dem Künstlerhaus eine Bronzeplakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an Dr. Roland Krischke, den Vorsitzenden der Stiftung Gerhard Altenbourg. Die Tafel macht künftig auf das Engagement der DSD für den Erhalt dieses außergewöhnlichen Künstlerhauses aufmerksam.

Eine Pressemitteilung zur Übergabe der Bronzeplakette wird gesondert verschickt.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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