Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt Fassadenarbeiten am Kirchturm
Bei einem Pressetermin am Freitag, den 26. September 2025 um 15.00 Uhr überbringt Gerd Sommer vom Ortskuratorium Erlangen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) bei einem Pressetermin vor Ort einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 20.000 Euro für Natursteinarbeiten an der Turmfassade der evangelische Pfarrkirche St. Andreas in Kalchreuth an Pfarrer Christoph Thiele. Das Gotteshaus gehört seit 2024 zu den über 640 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte. Zuletzt hatte die DSD die Konservierung und Restaurierung des Inventars der Kirche, welche aktuell ausgeführt werden, gefördert.
Zum Objekt:
Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Andreas ist ein unverputzter Sandsteinquaderbau mit Satteldach und fünfseitigen Chor. Nördlich angebaut ist ein dreigeschossiger Sandsteinquaderturm mit Gesims- und Pilastergliederung und welscher Haube. Das Langhaus wurde 1471 fertiggestellt, der Chor 1494. Der Turm kam 1788/1789 hinzu. Die Innenausstattung ist ausgesprochen hochwertig. Zu nennen sind die zweistöckige Holzemporenanlage, das Chorgestühl und die Kanzel von 1693. Die Apostelgruppe aus Terrakotta ist wegen ihrer Vollständigkeit einzigartig. Die Sitzfiguren zeigen Christus mit den Aposteln. Die Figuren entstanden um 1380/1390.
Der Hauptaltar ist ein Schreinaltar mit Flügeltüren. Die Schreinplastiken bilden die Madonna ab und die Heiligen Wolfgang, Andreas, Petrus und Ursula unter einem Rankenbaldachin. Die Reliefs der Innenflügel sind Darstellungen aus dem Marienleben vorbehalten, die Außen- und Standflügelgemälde geben zwölf Passionsdarstellungen wieder. Im plastischen Altargesprenge sind die Heiligen Magnus, Martin, Jakobus der Ältere und Christus als Auferstandener dargestellt. In der Predella sind Apostelfiguren zu sehen, aber auch Kirchenväter, Heilige- und Stifterfiguren. Datiert wird der Altar auf 1498.
Das Sakramentshaus stammt aus der Werkstatt von Adam Kraft. Der hellgraue Sandstein ist etwa neun Meter hoch, vergoldete Metallgitter schließen den Schrein, eine gefasste Skulptur des Gekreuzigten dient als Schmuck. Die Datierung des nach dem Vorbild des Sakramentshauses in der St. Lorenzkirche in Nürnberg gestalteten Kleinods verweist auf 1498.
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