24.07.2026

St. Jakob in Kasnevitz erhält Förderung für die Restaurierung der Bleiglasfenster

Mecklenburg-Vorpommern
St. Jacobi in Putbus
St. Jacobi in Putbus, historische Bleiglasfenster

15.000 Euro für Instandsetzung der Bleiverglasungen und Putzreparatur

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Restaurierung der historischen Bleiglasfenster in der St.-Jakob-Kirche im Putbuser Ortsteil Kasnevitz. Den Fördervertrag über 15.000 Euro überreicht Joachim von Marschall, DSD-Ortskurator Rügen, am Mittwoch, den 29. Juli 2026, um 12.30 Uhr symbolisch an Pastorin Marie-Luise Marlow von der Evangelischen Kirchengemeinde Kasnevitz. Möglich ist die Unterstützung dank der privaten Förderer der DSD sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale.

Die aktuelle Förderung dient der Restaurierung der historischen Bleiglasfenster. Die Bleiverglasungen sollen instandgesetzt werden, einschließlich teilweiser Putzreparaturen an den Fensterlaibungen. Die Arbeiten sind wichtig, da es bereits Korrosionsschäden an den Halte- und Windeisen der Fenster gibt.

2023 hatte die DSD die Kirchengemeinde schon einmal unterstützt, mit 20.000 Euro aus dem Stiftungsfonds Dorfkirchen. Damals wurden restauratorische Arbeiten an Fenstern und Türen sowie im Sockelbereich des Gotteshauses gefördert.

Die St.-Jakob-Kirche in Kasnevitz zählt zu den ältesten Kirchen Rügens. Der gotische Backsteinbau entstand um 1365, Chor und Sakristei stammen bereits aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Nachdem der ursprüngliche Turm 1641 eingestürzt war, erhielt die Kirche 1864 ihren heutigen neugotischen Turm mit markantem Spitzhelm, der bis heute weithin sichtbar die Silhouette des Ortes prägt.

Charakteristisch sind die spitzbogigen Fenster und Portale, die blendengegliederten Giebel sowie das aus Backstein errichtete Langhaus mit eingezogenem Chor (Altarraum).

Im Inneren prägen Kreuzrippengewölbe den Raumeindruck. Zur bemerkenswerten Ausstattung zählen ein ehemaliger Kanzelaltar aus dem Jahr 1746 mit Figuren, eine barocke Altarschranke - diese trennt den Altarraum vom restlichen Kirchenschiff - Reste einer reich geschnitzten Brüstung aus dem 17. Jahrhundert an der Empore. Besonders wertvoll sind die historischen Kabinettscheiben aus dem 16. bis 18. Jahrhundert mit Wappen pommerscher Adelsfamilien und des Herzogs Philipp Julius von Pommern.

Die St.-Jakob-Kirche in Kasnevitz bei Putbus ist eines der mehr als 670 Denkmale, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale bisher allein in Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte.

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St. Jacobi in Putbus
St. Jacobi in Putbus
St. Jacobi in Putbus, Altarraum
St. Jacobi in Putbus, historische Bleiglasfenster

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