Sanierung des Schlosses wird seit 1993 von der DSD wiederholt unterstützt
Für die Fertigstellung von Stuckaturen im Speisezimmer und im Vorzimmer von Schloss Bedheim stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 25.000 Euro bereit. Die Förderung ist dank der vielen privaten Spender, die die Stiftung unterstützen und aus Erträgen der Lotterie GlücksSpirale möglich.
Der entsprechende Fördervertrag wird am Mittwoch, den 18. März 2026, um 14.00 Uhr auf Schloss Bedheim, Schloss 1 in 98630 Römhild-Bedheim, symbolisch überreicht. Hartmut Ellrich vom Ortskuratorium Gotha wird den Vertrag an Denkmaleigentümer Florian Kirfel‑Rühle übergeben, im Beisein von Corinna Heller von Lotto Thüringen.
Die DSD konnte die Sanierung von Schloss Bedheim erstmals 1993 und seither wiederholt auch dank der Liselotte Lies und Otto Roosen-Stiftung, eine Treuhandstiftung in der DSD, mit bisher insgesamt über 600.000 Euro unterstützen. Die Sanierung der Dächer von Ost- und Westflügel, Zimmerarbeiten, die Restaurierung des Josephsaals und zugehöriger Vorräume, insbesondere Stuckarbeiten, wurden gefördert.
Zum Objekt:
Schloss Bedheim ist ein dreiflügeliges Anwesen und ein weitläufiges Ensemble, zu dem neben dem Hauptgebäude auch ein Park, Wirtschaftsgebäude, ein Brauhaus, die kunsthistorisch bedeutende Pfarrkirche und die Schlossmühle gehören. Die Baugeschichte des Schlosses reicht bis in das Mittelalter zurück, mit maßgeblichen Aus- und Umbauphasen im 16. und 18. Jahrhundert. Charakteristisch sind zahlreiche Schmuckbauteile und kunstvoll gestaltete Innenräume.
Das Schloss war Wohnsitz der Familie von Hessberg und des Hauses Sachsen-Hildburghausen. Seit 1778 befindet sich das Schloss im Besitz der Familie Rühle von Lilienstern, deren Nachkommen es heute noch bewohnen. Zur Familie Rühle von Lilienstern gehört auch der international anerkannte Paläontologe Dr. med. Hugo Rühle von Lilienstern (1882–1946), nach dem der Dinosaurier „Liliensternus“ benannt wurde.
Schloss Bedheim wird heute wieder rege genutzt: Der Westflügel beherbergt Wohnungen, es gibt regelmäßige Führungen durch die historischen Stucksäle, der Ostflügel dient vielfältigen öffentlichen Nutzungen. In den Nebengebäuden befinden sich Miet- und Gästewohnungen sowie Bereiche für Forschung und Landwirtschaft. Die Außenanlagen sind öffentlich zugänglich und werden durch eine Schlossgärtnerei und ein Gartencafé belebt.
Weitere Informationen zu Schloss Bedheim, in dem einst auch Friedrich Schillers Jugendliebe, Charlotte Rühle von Lilienstern lebte, sind verfügbar unter www.denkmalschutz.de/denkmal/schloss-bedheim.html
Für Pressevertreter:
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