Der Tag des offenen Denkmals erweist sich als großer Erfolg. Der bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) koordinierte Aktionstag bietet am 13. September 2026 rund 11.000 Veranstaltungen in über 7.000 Denkmalen.
Darunter sind Denkmale aus über 2.200 Städten und Gemeinden im gesamten Bundesgebiet. Deutschlands größtes Kulturevent macht die Bedeutung des kulturellen Erbes sichtbar und ermöglicht Einblicke in sonst oft nicht zugängliche historische Orte. Auch in diesem Jahr machen sich mehrere Millionen Besucherinnen und Besucher im ganzen Land auf den Weg, um das vielfältige baukulturelle Erbe zu erleben.
Tausende engagierte Menschen, viele von ihnen ehrenamtlich tätig, öffnen ihre Türen und ermöglichen kostenfreien Zugang zu Orten, die sonst meist verschlossen bleiben. So öffnen beispielsweise Schlösser, Fachwerkhäuser, Industriedenkmale und ganze denkmalgeschützte Siedlungen. Besucherinnen und Besucher erleben Führungen und Zeitzeugenberichte, verfolgen denkmalgerechte Sanierungen oder besichtigen aktive Baustellen und archäologische Ausgrabungen.
„Denkmale geben unserer Geschichte ein Gesicht und unserer Gesellschaft ein Gedächtnis. Gerade deshalb ist die Hinwendung zu unserem kulturellen Erbe heute so groß wie nie. Die Menschen von jung bis alt spüren: Wer Denkmale bewahrt, schützt nicht nur wertvolle historische Bauten, sondern erhält sichtbare Zeugnisse unserer gemeinsamen Geschichte. Sie stiften Identität, schaffen Verbundenheit und geben Orientierung. Das breite Interesse zeigt, wie wichtig dieses kulturelle Erbe den Menschen ist“, sagt DSD-Vorstand Dr. Steffen Skudelny.
Bundesweit zentral eröffnet wurde der Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr im fränkischen Bamberg. Bis zu 10.000 Gäste besuchen dort mehr als 50 geöffnete Denkmale im gesamten Stadtgebiet. Der Maxplatz ist mit einem umfangreichen Bühnenprogramm und dem interaktiven Markt der Möglichkeiten der zentrale Veranstaltungsort. Die bundesweite Eröffnung, jedes Jahr in einer anderen Stadt, lenkt den Blick besonders auf die Denkmale der Eröffnungsstadt und auf die Denkmalbegeisterten, die sich mit großem Engagement für ihren Erhalt einsetzen.
„Für Bamberg ist dieser Tag eine große Freude und eine besondere Auszeichnung. Menschen leben und arbeiten in historischen Gebäuden, Handwerksbetriebe führen Traditionen fort und viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für den Erhalt unserer Stadt. Als Gastgeber der bundesweiten Eröffnung wollen wir zeigen, dass unsere historische Stadt lebendig, zukunftsfähig und weltoffen ist“, so der Bamberger Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier.
„Der Tag des offenen Denkmals wird auch in diesem Jahr wieder sehr gut angenommen und der Ort ist brechend voll“, berichtet Mira Awad, Kulturmanagerin und Gästeführerin in Worpswede. Die kleine Gemeinde bei Bremen in Niedersachsen hat knapp über 9.000 Einwohner und nimmt mit neun Denkmalen am Tag des offenen Denkmals teil.
Rund 65 Prozent aller teilnehmenden Denkmale haben 2026 einen direkten Bezug zum Jahresmotto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Viele Veranstalter nahmen das Motto zum Anlass, die zahlreichen Facetten gewachsener Infrastruktur und ihre teilweise jahrhundertealte Erfolgsrezepte sichtbar zu machen. So erzählen sie die Geschichten historischer Brücken, öffnen verborgene Bahnhofsbereiche, machen Trafostationen zugänglich oder erwecken historische Backstuben wieder zum Leben.
