12.09.2025

Treuhänderische Stiftung Hugenottenhaus Hammelspring

Brandenburg
Hugenottenhaus Hammelspring
Hugenottenhaus Hammelspring

Übernahme der Pflege- und Erhaltungskosten

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellte für die Sanierung des Hugenottenhauses in Hammelspring seit 2011 über 210.000 Euro zur Verfügung, zuletzt dank einer großzügigen Spende der Berliner Jürg und Elisabeth Schacher Stiftung. Nun lädt der Verein Hugenottenhaus Hammelspring e.V. am Samstag, den 13. September 2025 ab 11.00 Uhr zur feierlichen Eröffnung des Hauses ein – mit Hausbesichtigung, Mittagsimbiss und einer musikalischen Reise mit internationalen Künstlern.

Aus diesem Anlass nimmt die treuhänderische Stiftung Hugenottenhaus Hammelspring in der DSD, die Sybille und Hartwig Schaare errichtet haben, ihre Tätigkeit auf. Die Treuhandstiftung will den kleinen Verein nach Abschluss der Sanierung von den laufenden Pflege- und Erhaltungskosten des Denkmals entlasten. Wörtlich heißt es dazu in der Satzung: „Insbesondere wollen die Stifter einen Beitrag zur Instandhaltung und Pflege des sanierten Hugenottenhaus Hammelspring leisten und dadurch auch die Aufgabenstellung des Fördervereins ‚Hugenottenhaus Hammelspring e. V.‘ unterstützen.“

Zum Objekt:
Im Zuge der Ansiedlung von Hugenotten in der Uckermark entstand wohl um 1762 auf einem wüsten Kossätenhof das heute sogenannte Hugenottenhaus in Hammelspring. Es handelt sich um ein anderthalbgeschossiges Fachwerkhaus mit Stroh-Lehm-Gefachen, mit Satteldach und verbretterten Giebeln. Der Erdgeschossgrundriss entspricht dem Typ des mitteldeutschen Ernhauses mit einem mittig liegenden Flur, der durch die schwarze Küche unterbrochen wird. Seitlich nach vorn liegen zwei unterschiedlich große Stuben und nach hinten zwei Kammern, von denen hier die östliche noch einmal geteilt wurde. Beim Obergeschoss handelt es sich offensichtlich um ein Speichergeschoss. Es besitzt zwischen den Deckenbalken nur eine Kopfhöhe von knapp zwei Metern und gliedert sich in zwei große Räume östlich und westlich des Rauchschlots der schwarzen Küche sowie einen kleinen Raum im südlichen Bereich. 

Das Gebäude ist Teil einer Hofstelle mit wahrscheinlich später errichteten Nebengebäuden und in großen Teilen völlig unverbaut in seiner Originalsubstanz erhalten. Es handelt sich nachweislich um das letzte noch original existierende nichtsakrale Sachzeugnis für die Hugenottengeschichte in der südwestlichen Uckermark. 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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