Ein Relief mit lebensgroßen Abendmahlsfiguren
Bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 27. August 2026 um 10.00 Uhr überbringt Professor Markus Otto, Ortskurator Saarbrücken der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag über 50.000 Euro für die Natursteinarbeiten am Turm der St. Marienkirche im Stadtteil Dudweiler von Saarbrücken an Pfarrer Peter Serf. Die Arbeiten erläutert Architekt Oliver Brünjes.
Bei St. Marien handelt es sich um eine dreischiffige Hallenkirche ohne Querhaus, mit Vieleckchor und Westturm. Der Kirchenbau wurde in den Jahren 1864 bis 1866 nach den Plänen des Architekten Carl Friedrich Müller aus Saarlouis im neugotischen Stil errichtet. Im regionalen Kontext ist die Kirche ein Ausdruck für die hohe kirchliche Bautätigkeit im 19. Jahrhundert, die wiederum zurückzuführen ist auf die stark gestiegene Bevölkerung durch den Steinkohlebergbau. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt und erst in den 1970er und 1980er Jahren umfangreich restauriert.
Kunsthistorisch bemerkenswert sind etwa das Relief mit lebensgroßen Figuren des Abendmahls im Chorraum aus dem Jahr 1931 von Ernst Hoffmann und der Kunstwerkstatt Johannes Mettler aus Morbach sowie die Buntglasfenster aus dem Jahr 1957 des Glasmalers Jacques le Chevalier aus Fontenay-aux-Roses.
Die St. Marienkirche gehört nunmehr zu den über 80 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein im Saarland fördern konnte.
FÜR PRESSEVERTRETER: Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.