15.04.2026

Unterstützung für das Kupferdach des „Kleinen Petersdoms“ in Equord

Niedersachsen
Die Kirche St. Markus in Equord
Die Kirche St. Markus in Equord

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Sanierung der St. Markus-Kirche

Die Kirche St. Markus in Equord in der Gemeinde Hohenhameln erhält für die Sanierung des Kupferdaches von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) einen Fördervertrag über 60.000 Euro.

Walter Dröge, DSD-Ortskurator Braunschweig, wird den Fördervertrag am Mittwoch, den 22. April 2026, um 12.00 Uhr symbolisch an Pastorin Ronja Steiner und Kirchenvorstand Norbert Frank überreichen. Möglich ist die Unterstützung dank der zahlreichen privaten DSD-Förderer und Förderinnen und der Erträge der GlücksSpirale.

Die St. Markus-Kirche ist ein seltenes Beispiel für das Wirken italienischer Barockbaukünstler in Norddeutschland. Durch ihr Erscheinungsbild und ihre mächtige Kuppel prägt sie das Ortsbild und wird auch als „Kleiner Petersdom“ bezeichnet.

Über das Objekt

Am Rand des Geländes des Guts Equord, von dem noch das Herrenhaus sowie Wirtschaftsbauten erhalten sind, befindet sich die einstige Gutskapelle und heutige evangelische Kirche. Die ehemalige Gutskirche wurde nach dem Vorbild italienischer Mausoleen des Barocks zwischen 1687 und 1710 errichtet. Gebaut wurde die Equorder Kirche auf Geheiß des Freiherrn Georg Christoph von Hammerstein zu Equord. Er hatte auf Reisen Italien kennen und lieben gelernt und wünschte sich als Familiengrablege ein Mausoleum in Form einer italienischen Kirche. Nach der Fertigstellung wurde der Bau zugleich Familien- und Gutskirche. Die Gruft ist heute nicht mehr zugänglich.

Bei der Kirche handelt es sich um einen Zentralbau auf griechischem Kreuzgrundriss mit vier gleich langen Armen und einem quadratischen Mittelteil. Putzfassaden auf einem niedrigen Sockel aus Sandstein und eine achteckige sogenannte Tambourkuppel mit hoher Laterne, einem seitlich offenen oder durchfensterten, pavillonartigen Aufsatz, charakterisieren das Erscheinungsbild der Kirche.

Das Rittergut Equord gehörte ursprünglich der Familie von Saldern. Hans Adam von Hammerstein heiratete in erster Ehe Elisabeth von Salder zu Equord und übernahm deren Familienbesitz. Später wurde Hammersteins Sohn aus zweiter Ehe, Georg Christoph von Hammerstein, Herr auf Equord.

Der „Kleine Petersdom“ ist eines von rund 600 Objekten, die die private DSD dank Spenden, dank der Erträge ihrer Treuhandstiftungen, und mithilfe der GlücksSpirale in Niedersachsen bereits fördern konnte.

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Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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