Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Sanierung der St. Markus-Kirche
Die Kirche St. Markus in Equord in der Gemeinde Hohenhameln erhält für die Sanierung des Kupferdaches von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) einen Fördervertrag über 60.000 Euro.
Walter Dröge, DSD-Ortskurator Braunschweig, wird den Fördervertrag am Mittwoch, den 22. April 2026, um 12.00 Uhr symbolisch an Pastorin Ronja Steiner und Kirchenvorstand Norbert Frank überreichen. Möglich ist die Unterstützung dank der zahlreichen privaten DSD-Förderer und Förderinnen und der Erträge der GlücksSpirale.
Die St. Markus-Kirche ist ein seltenes Beispiel für das Wirken italienischer Barockbaukünstler in Norddeutschland. Durch ihr Erscheinungsbild und ihre mächtige Kuppel prägt sie das Ortsbild und wird auch als „Kleiner Petersdom“ bezeichnet.
Über das Objekt
Am Rand des Geländes des Guts Equord, von dem noch das Herrenhaus sowie Wirtschaftsbauten erhalten sind, befindet sich die einstige Gutskapelle und heutige evangelische Kirche. Die ehemalige Gutskirche wurde nach dem Vorbild italienischer Mausoleen des Barocks zwischen 1687 und 1710 errichtet. Gebaut wurde die Equorder Kirche auf Geheiß des Freiherrn Georg Christoph von Hammerstein zu Equord. Er hatte auf Reisen Italien kennen und lieben gelernt und wünschte sich als Familiengrablege ein Mausoleum in Form einer italienischen Kirche. Nach der Fertigstellung wurde der Bau zugleich Familien- und Gutskirche. Die Gruft ist heute nicht mehr zugänglich.
Bei der Kirche handelt es sich um einen Zentralbau auf griechischem Kreuzgrundriss mit vier gleich langen Armen und einem quadratischen Mittelteil. Putzfassaden auf einem niedrigen Sockel aus Sandstein und eine achteckige sogenannte Tambourkuppel mit hoher Laterne, einem seitlich offenen oder durchfensterten, pavillonartigen Aufsatz, charakterisieren das Erscheinungsbild der Kirche.
Das Rittergut Equord gehörte ursprünglich der Familie von Saldern. Hans Adam von Hammerstein heiratete in erster Ehe Elisabeth von Salder zu Equord und übernahm deren Familienbesitz. Später wurde Hammersteins Sohn aus zweiter Ehe, Georg Christoph von Hammerstein, Herr auf Equord.
Der „Kleine Petersdom“ ist eines von rund 600 Objekten, die die private DSD dank Spenden, dank der Erträge ihrer Treuhandstiftungen, und mithilfe der GlücksSpirale in Niedersachsen bereits fördern konnte.
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