Im Stile römischer Landvillen
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fördert die Restaurierung der Nord- und Ostseite der Fassade der Villa Novalis in Hirschberg sowie den Farbanstrich aller Fenster und der zwei Eingangstüren dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale mit 16.000 Euro. Die Villa gehört seit 2019 zu den über 580 Objekten, die die private DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen fördern konnte.
Hirschberg liegt unmittelbar an der Grenze zu Bayern, etwas nördlich von Hof. Von 1741 bis 1965 bestimmte die Herstellung von Sohlenleder das Produktionsprofil der dortigen Lederfabrik. Heinrich Maximilian Knoch übernahm 1864 die am Saaleufer gelegene Gerberei seines Vaters und errichtete hier in wenigen Jahrzehnten ein Unternehmen, dass zu den größten seiner Branche in Deutschland und Europa zählte. In den 1930er Jahren beschäftigte die Lederfabrik 1.500 Arbeiter und Angestellte. Die Marke "HK" genoss Weltruf. Die Ära Knoch endete 1946 mit der entschädigungslosen Enteignung und Verstaatlichung.
Zum Objekt:
Die Villa Novalis, vorher Villa Knoch genannt, ist eine typische Fabrikantenvilla. Es handelt sich um einen dreigeschossigen, spätklassizistischen Bau. Den gestaffelten und doch kompakten Baukörper schließt ein flaches Dach im Stile römischer Landvillen ab. Die Villa mit Terrasse umgibt eine großzügige Parkanlage.
Durch jahrelangen Leerstand hatten sich umfangreiche Schäden eingestellt. Bis 2015 erfolgte die Dacherneuerung und 2017/2018 die Hausschwammbeseitigung. Danach standen Arbeiten im Inneren an.