Dachsanierung für barockes Technikdenkmal
Für die Zimmererarbeiten am Schieferdach des Schieberhauses des Nutzwasserwerks in Trier-Olewig stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 50.000 Euro zur Verfügung. Das Schieberhaus gehört nunmehr zu den über 350 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.
Zum Objekt:
Auf dem Gelände der heutigen Kleingartenanlage Trier-Ost direkt am Altbach gelegen befindet sich das größtenteils unterirdische ehemalige Nutzwasserwerk. Das Industriedenkmal wurde 1908 gebaut und war bis 1969 in Betrieb.
Die Lederfabrik, zu der die Anlage gehörte, ist nicht mehr vorhanden, auch Bahngleise sind nicht mehr sichtbar. In erster Linie diente das riesige unterirdische Wasserreservoir dem Gerben von Leder, womöglich wurde es auch für Dampflokomotiven genutzt. Rund 1.000 Kubikmeter Wasser fasst das in die Erde eingetiefte Becken, dass aus elf überwölbten Kammern besteht. Der Zugang zu Pumpenkeller und den Becken erfolgte über ein kleines Schieberhäuschen mit Treppe im Innern.
Der verputzte Bruchsteinbau auf quadratischem Grundriss trägt ein aufwendiges, neubarockes Schieferdach. Das Pyramidendach ist zweifach geschweift und läuft in einer von einer Kugel bekrönten Spitze aus. Die Zugangsöffnung ist korbbogig gerundet, Dreiergruppen quadratischer Fenster mit schmiedeeisernen Gittern bringen Licht in den kleinen Bau.