14.08.2025

Zimmererarbeiten am Dachstuhl des Nutzwasserwerks in Trier-Olewig

Rheinland-Pfalz

Dachsanierung für barockes Technikdenkmal

Für die Zimmererarbeiten am Schieferdach des Schieberhauses des Nutzwasserwerks in Trier-Olewig stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 50.000 Euro zur Verfügung. Das Schieberhaus gehört nunmehr zu den über 350 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.

Zum Objekt:

Auf dem Gelände der heutigen Kleingartenanlage Trier-Ost direkt am Altbach gelegen befindet sich das größtenteils unterirdische ehemalige Nutzwasserwerk. Das Industriedenkmal wurde 1908 gebaut und war bis 1969 in Betrieb.

Die Lederfabrik, zu der die Anlage gehörte, ist nicht mehr vorhanden, auch Bahngleise sind nicht mehr sichtbar. In erster Linie diente das riesige unterirdische Wasserreservoir dem Gerben von Leder, womöglich wurde es auch für Dampflokomotiven genutzt. Rund 1.000 Kubikmeter Wasser fasst das in die Erde eingetiefte Becken, dass aus elf überwölbten Kammern besteht. Der Zugang zu Pumpenkeller und den Becken erfolgte über ein kleines Schieberhäuschen mit Treppe im Innern.

Der verputzte Bruchsteinbau auf quadratischem Grundriss trägt ein aufwendiges, neubarockes Schieferdach. Das Pyramidendach ist zweifach geschweift und läuft in einer von einer Kugel bekrönten Spitze aus. Die Zugangsöffnung ist korbbogig gerundet, Dreiergruppen quadratischer Fenster mit schmiedeeisernen Gittern bringen Licht in den kleinen Bau.

Schieberhaus des Nutzwasserwerks in Trier-Olewig
Schieberhaus des Nutzwasserwerks in Trier-Olewig
Schieberhaus des Nutzwasserwerks in Trier-Olewig

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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