Die Restaurierung der „Verklärung Christi“ und die Entdeckung eines verborgenen Gemäldes
Das Ortskuratorium Lüneburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Sonntag, den 23. August 2026 um 15.00 Uhr zu einem geführten Vortrag unter dem Titel „Zwei Bilder, eine Tafel – Die Restaurierung der 'Verklärung Christi' und die Entdeckung eines verborgenen Gemäldes“ in die St. Johanniskirche, Bei der St. Johanniskirche 2 in 21335 Lüneburg ein. Dipl.-Rest. Markus Tillwick, Restaurator für Gemälde und Holzobjekte in Lüneburg, stellt das kürzlich aufwändig restaurierte Tafelgemälde „Verklärung Christi“ aus dem Jahr 1594 in das Zentrum seiner Ausführungen. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.denkmalschutz.de/anmeldung. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit der DSD wird gebeten.
Das beeindruckende Tafelbild zeigt zentral die biblische Verklärung Christi, flankiert von der Ölbergszene und der Auferstehung. Bei seiner Restaurierung kamen jedoch nicht nur Schäden und Spuren der Jahrhunderte ans Licht, sondern es wurde auch eine spektakuläre Entdeckung gemacht: Auf der Rückseite des Gemäldes wurde überraschend ein bislang unbekanntes, älteres Kunstwerk entdeckt: Zum Vorschein kam eine ältere Malerei aus der Zeit um 1520/1530, die die „Heilige Sippe“, also die enge Verwandtschaft Jesu Christi, nach einer Stichvorlage Lucas Cranachs von 1509 darstellt. Der Vortrag am Objekt erzählt die spannende Geschichte einer Restaurierung, die zu neuen Erkenntnissen über Entstehung, Nutzung und Geschichte dieses außergewöhnlichen Kunstwerks führte.