Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Wir setzen uns bundesweit und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale aller Arten ein. Dabei verfolgen wir einen umfassenden Ansatz, der von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, zahlreichen Jugendprojekten bis hin zum „Tag des offenen Denkmals®“ reicht.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen.

Mehr zur Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Aktuelles

Großbrand in der Fachwerkstadt Stolberg

Mehrere denkmalgeschützte Wohnhäuser betroffen – helfen Sie uns, zu helfen!

Ausnahmezustand! Wie verheerend Feuer sein kann, wurde am 21. Januar 2024 in Stolberg im Südharz erschreckend deutlich. Ein Großbrand im historischen Zentrum beschädigte mehrere mittelalterliche Fachwerkhäuser stark. Drei sind davon zurzeit nicht mehr bewohnbar. Das Feuer war am Vormittag zunächst in einem Dachstuhl ausgebrochen, griff dann auf die benachbarten Wohnhäuser über. Zusätzlich zu den Brandschäden ist nun besonders schlimm, dass alle Dachstühle aufgrund des Feuers offenstehen – und Wind und Wetter den Zustand weiter verschlechtern. Wir sind vor Ort und möchten die Menschen unterstützen, die historischen Gebäude schnell zu sichern und wieder instand zu setzen. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

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Wertvolles Denkmal vernichtet

Einmaliges Zeitdokument ist verloren

Abriss des Generalshotels in Berlin vollendet

Ein außergewöhnliches Zeitdokument gegen einen Flugzeugparkplatz – mit dem Abriss des Generalshotels auf dem Gelände des Flughafens Berlin-Schönfeld ist dieser Tausch zur bitteren Wahrheit geworden. Im Herbst 2023 begann die Entkernung der luxuriös ausgestatteten Villa, im Januar 2024 starteten die äußeren Rückbaumaßnahmen, Anfang Februar war das zerstörerische Werk vollendet. Trotz öffentlicher Kritik auch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und veränderter Ausgangslage hielten der Bund und die zuständigen Bundesbehörden an den zwölf Jahre alten Abrissplänen fest. Das Denkmal von 1947 war eines der hochkarätigsten Beispiele eines Repräsentationsbau der Nachkriegszeit. Das Generalshotel als authentisches Zeugnis der geteilten Geschichte Deutschlands ist nun unwiederbringlich zerstört – und das von denen, die Vorbild sein sollten im Umgang mit unseren Kulturdenkmalen.

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Das Generalshotel in Berlin vor und nach dem Abriss (Fotos: C. Boeckh/Deutsche Stiftung Denkmalschutz).

Unser Themenschwerpunkt

Talent Monument

Bühne frei für die Denkmal-Stars von morgen!

Denkmale müssen alt und schön sein? Das stimmt so nicht! Viele spannende Bauwerke der jüngeren Vergangenheit sind bereits denkmalgeschützt. In der öffentlichen Wahrnehmung haben sie es oft noch schwer - denn manchmal braucht es zeitlichen Abstand, um das Besondere erkennen zu können. Ob Zeuge vergangener Industriehochzeiten wie der Ilseder Kugelwasserturm, DDR-Prestigebau wie das Kino International in Berlin, futuristischer Museumsbau wie das Keramion in Frechen oder Wallfahrtsort nicht nur für Gläubige, sondern auch für Architekturfans wie der Mariendom in Neviges - junge Denkmale erzählen von der bewegten deutschen Geschichte und rasantem gesellschaftlichem Wandel. Entdecken Sie mit uns schon jetzt diese Denkmal-Stars von morgen!

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Denkmalschutz und regenerative Energien

Solaranlagen und Denkmalschutz

Fakten, die Sie wissen sollten

Die wichtigsten Fakten zum aktuell hoch kontrovers dargestellten Thema Solaranlagen auf Denkmalen und Rahmenbedingungen, die man dabei beachten sollte,  finden Sie hier:

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Windkraftanlagen und Denkmale

Unsere Haltung zur Vereinbarkeit

Um die Vereinbarkeit von Denkmalen mit den orts- oder landschaftsbildverändernden Windrädern gibt es kontroverse Diskussionen. Unsere Haltung zum Thema haben wir hier für Sie zusammengefasst.

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Was wirklich helfen würde

Welche wirklich sinnvollen Maßnahmen im Bausektor für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz nötig sind, haben wir hier einmal für Sie zusammengestellt. Die Zahlen und Fakten zeigen, wie wichtig ein Umdenken in der Bauwirtschaft ist: Denn rund 90% der Rohstoffbedarfe, 55 % des Abfallaufkommens und 40% der schädlichen Emissionen in Deutschland sind auf diesen Wirtschaftssektor zurückzuführen.


Kreislaufwirtschaft

Von Beginn an sollte Trennbarkeit und Wiederverwendbarkeit bei allen Baumaterialien Zulassungs-Voraussetzung sein. Die bestehenden Gesetze müssen konsequent angewendet – aber auch bedarfsweise angepasst und optimiert werden. Die teils sich gegenseitig ausschließenden/aufhebenden gesetzlichen Bestimmungen müssen abgeschafft werden.

Gesamtenergiebilanzen betrachten

Anstatt in der Bewertung der Energiebilanz nur Einzelaspekte zu betrachten, die Gesamtenergiebilanz des gesamten Lebenszyklus` eines Gebäudes bewerten – von der Errichtung über den Nutzungszeitraum bis hin zum Abbruch und Entsorgen.  

Nachhaltige Baustoffe und Materialien verwenden

Verbundmaterialien, Verklebungen und chemisch belastete Materialen und Baustoffe vermeiden! Sie verhindern, dass Materialien wieder sortenrein getrennt und wiederverwendbar aufbereitet werden können. Stattdessen natürliche, nachwachsende und trennbare Baumaterialien einsetzen!

Neue Technologien zu Ende denken: Sondermüll und andere Folgen

Immer wieder wird der Fehler gemacht, schnell alles auf ein neues Material oder eine neue Technologie umzustellen – ohne zuvor die Spätfolgen bedacht zu haben. So sind ausgediente PV-Anlagen, Wärmedämmverbundsysteme oder auch Kühlmittel von Wärmepumpen in wenigen Jahren Sondermüll -  mit zum Teil giftigen Bestandteilen. Wohin damit?    

Große Hebel nutzen!

Rund 96% des Baubestandes in Deutschland stehen NICHT unter Denkmalschutz. Wirklich zielführend wäre es daher, schwerpunktmäßig Maßnahmen zur Nachhaltigkeit an diesem großen und weniger komplexen Bauvolumen durchzuführen.

Rohstoff-Raubbau stoppen

Solange Primärrohstoffe zum Teil ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt gewonnen und somit preiswerter gehandelt werden als wieder aufbereitete Baumterialien wird der achtsame und ressourcenschonende Umgang mit Baustoffen aller Art ein Luxus bleiben und sinnvolle Wiederverwendung einem kleinen Kreis von Idealisten oder finanzkräftigen Bauherren vorbehalten. Eine Pflicht zu Rückgewinnung, Aufbereitung und Einsatz recycelter Materialien wäre ein wichtiger Schritt, um dem entgegen zu wirken.

Bestand nutzen statt neu errichten

Reparaturen, Umbauten und Ertüchtigungen von Bestandsgebäuden anstelle von Neubauten sind ein großer Hebel zu mehr Klimaschutz – denn so werden Ressourcen, Baugrund und -materialen optimal genutzt. Aktuell sind auf den Bausektor in Deutschland rund 90% der Rohstoffbedarfe, 55% der Abfallmenge und 40% der Emissionen zurückzuführen. Ein Umdenken hin zu einer Umbaukultur ist daher ein entscheidender Schlüssel für die Erreichung der Klimaziele. Zudem schont das Bauen im Bestand den Verbrauch neuer Flächen. In Deutschland werden derzeit täglich insgesamt 550 000 qm neu versiegelt – das entspricht einer Fläche in der Größe von 78 Fußballfeldern.

Denkmalschutz ist gelebte Nachhaltigkeit!

Denkmale zu schützen heißt, auch die Umwelt zu schützen - denn hier werden nachhaltige Materialien ressourcenschonend eingesetzt. Die Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit historischer Gebäude und vieles mehr macht sie zu einem Schlüsselelement des Klima- und Naturschutzes.  


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Denkmal in Not

Jahrhundertealte Geschichte in akuter Gefahr

Bewahren Sie das Raspehaus vor dem Verfall!

Im Raspehaus – dem ältesten Haus in Rastenberg – gingen einst Menschen aus der Stadt und dem Umland ein und aus. In dem stattlichen Gebäude erledigte der Amtsvogt Thomas Raspe im 17. Jahrhundert seine Amtsgeschäfte. Wer genauer hinschaut, erkennt die repräsentativen Bauelemente noch heute: Reste der barocken Modelstuckdecke, Malereien des 17. Jahrhunderts, profilierte Fenstergewände oder dekorierte Balkenköpfe. Das imposante Haus ist ein historisches Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung – und akut bedroht. Immer wieder dringt Feuchtigkeit ein, die Fassaden und Decken sind voller Löcher. Besonders wichtig ist jetzt, das Dach zu richten. Helfen Sie mit Ihrer Spende, das 400 Jahre alte Denkmal zu erhalten!

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Ja, ich unterstütze das Raspehaus!

Mehr aktuelle Themen

Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege 2024

Jetzt für Rheinland-Pfalz bewerben

 „Liebe oder Last?! Baustelle Denkmal“ in Bremerhaven

Erleben Sie unsere mehrfach designprämierte Ausstellung!

Wir bleiben dran - bitte spenden Sie weiterhin!

So helfen wir nach der Hochwasserkatastrophe 2021

KulturSpur: Ein Fall für den Denkmalschutz

Kommen Sie mit uns auf Denkmal-Spurensuche!

Von Würfelarchitektur und Wagenfeld-Lampen

Bauhaus - Mehr als 100 Jahre Mythos

Die neuesten Termine und Meldungen

Termine

21. Februar 2024 - 25. Februar 2024

Nürnberg, Messestand: inviva

22. Februar 2024, 10:00-11:00 Uhr

bundesweit, Online-Seminar: Denkmale sind Wahr-Zeichen

22. Februar 2024 - 25. Februar 2024

Rheinstetten/Karlsruhe, Messestand: art Karlsruhe

23. Februar 2024

Bonn, Testament-Sprechstunde

10. März 2024, 14:00-17:00 Uhr

Nicolaihaus, Berlin: Für Besucher geöffnet

Pressemeldungen

Freitag, 16. Februar 2024

Allmers-Haus in Rechtenfleth

Freitag, 16. Februar 2024

Landgut Hasse in Bremen

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale zu erhalten gelebte Nachhaltigkeit bedeutet.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale wichtige Quellen für die Erforschung und das Verständnis vergangener Zeiten sind.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale Traditionen, Werte, Kunstformen und Architekturstile bewahren.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale auch Tourismus, Wirtschaft und Handwerk stärken können.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale Heimat und Identität sind.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil Denkmale uns unsere Vergangenheit begreifen lehren.

Gute Gründe sich zu engagieren

Weil gerade mal 3-4 % der Bausubstanz in Deutschland unter Denkmalschutz stehen – ein kleiner, aber umso kostbarerer Schatz!

Auch das ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz: