Denkmalstiftung Eisenach

Nun profitieren viele Denkmale in Eisenach

Die treuhänderische Denkmalstiftung Eisenach wurde – nach Fertigstellung der Wandelhalle – und auf Beschluss des Vorstandes der ehemaligen treuhänderische Wandelhalle Eisenach-Stiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz durch Änderung des Stiftungsnamen und Erweiterung des Satzungszwecks errichtet.

Im Jahr 2019 erfolgte eine Erweiterung des Stiftungszwecks auf die Förderung der Restaurierung, Erhaltung und Pflege von unter Denkmalschutz gestellten öffentlichen Gebäuden und Baudenkmalen in Eisenach und die Änderung des Stiftungsnamens auf Denkmalstiftung Eisenach.

Zweck der Stiftung ist die Förderung der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes in der Wartburgstadt Eisenach. Dieser Zweck wird verwirklicht insbesondere durch die Förderung der Restaurierung, Erhaltung und Pflege von nach dem Denkmalschutzgesetz des Landes Thüringen unter Schutz gestellten öffentlichen Gebäuden und Baudenkmalen in Eisenach in Bau und Ausstattung und samt zugehöriger Anlagen.

Erstes Förderprojekt der neuen Stiftung ist die Villa Reuter am Fuße der Wartburg im Helltal in Eisenach. Sie beherbergt seit 1897 das Reuter-Wagner-Museum mit der weitgehend erhaltene Ausstattung der letzten Wohnräume des niederdeutschen Dichters Fritz Reuter sowie u. a. die Richard-Wagner-Sammlung des Österreichers Nikolaus Oesterlein. Die Denkmalstiftung Eisenach fördert das Gesamtsanierungskonzept der restaurierungsbedürftigen Villa.

Ende August 2020 konnte die Denkmalstiftung Eisenach das Schmale Haus am Johannisplatz 9 in Eisenach käuflich erworben, um dieses für die Stadt so bedeutende Baudenkmal zu erhalten und zu pflegen. Künftig soll es der Stadt Eisenach zur Verfügung stehen. Erbaut wurde das Schmale Haus wohl Mitte des 18. Jahrhunderts. 1880 sollte es abgerissen werden, als die Stadt auf dem Johannisplatz ansehnlichere Bauten zu errichten plante. Da sich der damalige Besitzer des Schmalen Hauses zu verkaufen weigerte und die in der Folge auferlegten städtischen Auflagen erfüllte, blieb das Haus stehen, während daneben neu und sehr viel größer gebaut wurde. Während der Bauarbeiten musste das Häuschen abgestützt werden, um nicht umzufallen. 1902/1903 erhielt das Bauwerk seinen jetzigen Jugendstil-Fassadenanstrich. Ab 1940 wurde aus dem Haus heraus Obst und Gemüse verkauft, die damaligen Verkaufsläden sind heute fest verschlossen.

Das schmale Haus ist nicht nur ein besonderes baugeschichtliches Objekt, es spielt auch für die Sozialgeschichte der Stadt Eisenach und der jüngeren deutschen Geschichte eine besondere Rolle. Der vormalige Eigentümer, Klaus Trippstein, erwarb das damals erneut vom Abriss bedrohte Haus 1973, restaurierte es und wohnte dort bis zu seinem Tod vor drei Jahren. In das Schmale Haus lud er zu seinen Montagsrunden ein, bei denen durchgängig fünf bis sieben Eisenacher sich zeitgeschichtlichen Themen widmeten, was zu DDR-Zeiten nicht immer gerne gesehen wurde und Trippstein die Beobachtung durch die Stasi einbrachte.

Zur Unterstützung unserer Förderprojekte bitten wir um Zuwendungen – Zustiftungen dienen dem dauerhaften Erhalt und Stärkung des Stiftungskapitals, Spenden helfen unmittelbar bei der Restaurierung des Denkmals.