Geschwister Laar-Stiftung

Geschwister Laar-Stiftung für die Trinitatiskirche
in Aderstedt/Huy

Die 1997 gegründete treuhänderische Geschwister Laar-Stiftung unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz fördert die Restaurierung, Instandhaltung und Pflege des anerkannten Sakraldenkmals Trinitatiskirche in Aderstedt/ Huy. Die Dorfkirche wurde von 1688-1696 im Auftrag des Patronatsherrn Arnold Heinrich von Veltheim in gotisierender Formensprache errichtet. Der gestreckte Saalbau aus Bruchsteinmauerwerk mit dreiseitigem Ostschluss verfügt über ein Krüppelwalmdach. An der Nordseite ist eine Herrschaftsloge über einem Grabgewölbe angebaut. Dabei nutzte man die Reste eines Vorgängerbaus, der erstmals urkundlich im frühen 15. Jahrhundert genannt wird. Dazu gehörte auch ein Westturm, der allerdings 1714 einstürzte und nicht mehr an gleicher Stelle errichtet wurde. Seit 1844 steht an dieser Stelle ein Fachwerktreppenanbau. Im Jahr 1847 wurde ein Turm in Fachwerkbauweise auf den nördlichen Anbau gesetzt, der allerdings 1975 wegen Baufälligkeit abgetragen werden musste. Im großräumigen Inneren des stattlichen Bauwerks, das von einem hölzernen Tonnengewölbe geschlossen wird, hat sich die einheitliche und reiche Barockausstattung aus der Erbauungszeit erhalten. Der mächtige Altaraufbau mit gedrehten Weinlaubsäulen im Osten stammt aus der Werkstatt des Halberstädter Bildhauers Martin Krafft. Die geschwungene Orgelempore an der Westseite mit einem die gesamte Raumbreite einnehmenden Orgelprospekt wurde 1707 von Christoph Gloger nach dem Vorbild der Merseburger Dom Orgel geschaffen. Außerdem beeindrucken die Patronatsloge der Familie von Veltheim an der Nordseite, die Kanzel mit Schalldeckel und das hölzerne theaterraumartig nach Westen hin ansteigende Kirchengestühl sowie Epitaphien im Grabgewölbe.

Bereits 1997 begann die Sanierung der Trinitatiskirche. Die erste Maßnahme war die Erneuerung der Dacheindeckung. Danach wurden Westanbau, Außenhülle und Fenster saniert. Als herausragende Maßnahme sei hier auch die Restaurierung des Altars erwähnt, die im Jahr 2002 begann. Neben der Restaurierung des Gemäldes „Achaz von Veltheim und Gattin“ wurde 2008 auch die Orgel instandgesetzt. Schließlich konnte die Holztonnendecke 2013 wiederhergestellt werden. Bei der Sanierung wurden unter neueren Bemalungen die authentischen barocken Malereien wiederentdeckt und freigelegt.
Es ist uns ein Herzensanliegen, einen materiellen und ideellen Beitrag zur Wiedervereinigung zu leisten. Das Zusammenwachsen der Ost- und Westländer möchten wir als Bürger des Westens persönlich unterstützen.
Marianne und Hans-Ulrich Laar

Öffnungszeiten

Die Kirche ist an den Gottesdiensten oder bei kirchenmusikalischen Veranstaltungen geöffnet.