Maren Heyne und Friederich Werthmann-Stiftung

Maren Heyne und Friederich Werthmann-Stiftung für das Ehemalige Landgericht Kreuzberg/Düsseldorf

Die 2006 gegründete treuhänderische Maren Heyne und Friederich Werthmann-Stiftung unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz setzt sich für Restaurierung, Erhalt und Pflege des anerkannten Kulturdenkmals Ehemaliges Landgericht Kreuzberg und des zugehörigen Inventars sowie der Anlagen ein.

Das Ehemalige Landgericht Kreuzberg wurde 1709 an der geschichtsträchtigen Alten Landstraße in Düsseldorf errichtet. Der Ortsteil Kreuzberg, seit dem frühen Mittelalter mit dem benachbarten Benediktinerstift und der Kaiserpfalz Kaiserswerth eng verbunden, war im Spanischen Erbfolgekrieg fast vollständig zerstört worden. Auf dem Gelände der alten Kreuzberger Walburgiskirche wurde danach das Barockgebäude errichtet, das rund hundert Jahre bis zur Zeit Napoleons der Gerichtsbarkeit dienen sollte. Bereits seit den 1960er Jahren hatten seine Besitzer, die Fotografin Maren Heyne und der Bildhauer Friederich Werthmann, das vom Verfall bedrohte und notdürftig gesicherte Anwesen restauriert und für die Nutzung als Wohn- und Ateliergebäude wiederhergestellt. Seine zeittypischen, symmetrischen Bauformen sind von den Stiftern nach und nach wiederhergestellt worden. Ihnen ist die historische Entwicklung der gesamten Hofanlage ein besonderes Anliegen.

Der pittoreske Skulpturengarten mit Arbeiten von Friederich Werthmann liegt auf dem Grund eines ehemaligen Friedhofes, dessen Kapelle von Friederich Werthmann als Atelier genutzt wurde. Mit den Arbeiten des renommierten Bildhauers bietet der Garten einzigartige Impressionen. Seit 2014 steht auch der Garten als Skulpturengarten unter Denkmalschutz. Bis ins 20. Jahrhundert erinnerten Prozessionen an die religiöse Geschichte der Anlage, die sich heute noch in dem erhalten gebliebenen Heiligenhäuschen widerspiegelt.

Im Jahr 2018 wurden Haus und Garten der Werthmann-Heyne-Stiftung übertragen, so dass die Stiftung nun in der Rolle des Eigentümers ist. Das Anwesen soll nun Schritt für Schritt nach den Ideen und Wünschen der Stifter zu einem Ort der Begegnung werden, an dem vielleicht auch wieder einmal Künstler arbeiten. Nach Möglichkeit sollen Haus und der Garten öffentlich zugänglich werden. Erste Schritte unternahm man bereits in diese Richtung, Spontanvegetation und Efeu die Haus, Garten und Kunst in den letzten Jahrzehnten vereinnahmt hatten, wurden entfernt. Der Baumbestand musste begutachtet und Maßnahmen ergriffen werden, die einen sicheren Besucherverkehr im Garten zulassen. So konnte der Garten 2019 zum Tag der offenen Gartenpforte öffnen und das Haus zum „Tag des offenen Denkmals“ im September.

2019/2020 wurde eine Gemeinschaftsarbeit der Fotografin und des Bildhauers, das Gartenhaus „La Folie“ von der Jugendbauhütte Rheinland restauriert und hergerichtet, so dass es nun wieder genutzt werden kann. Eine großzügige Spende aus der Nachbarschaft ermöglichte dieses wunderbare Projekt bei dem über 20 Jugendliche viel über denkmalpflegerische Methoden und Maßnahmen erlernen konnten. 

Adresse

Alte Landstraße 223
40489 Düsseldorf

Öffnungszeiten

Das Haus und der Garten können auf Anfrage besichtigt werden. Anmeldungen erbeten unter: 0228/9091-213